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Bedeutung des Honigs

Honig ist wahrscheinlich das Ă€lteste bekannte SĂŒĂŸungsmittel. Bei den alten Ägyptern (z.B. bei König Ramses II., 1279 bis 1213 v. Chr.) war Honig so kostbar, dass es auch als Zahlungsmittel akzeptiert war. In Deutschland verbrauchte ein durchschnittlicher Konsument im Jahr 2020 rund 1,06 Kilogramm Honig. Honig gehört damit nach den Marmeladen zu den beliebtesten Brotaufstrichen â€“ noch vor Nuss- und Nougatcremes. Mehr als 20 Millionen Verbraucher  greifen mindestens einmal pro Woche zu diesem sĂŒĂŸen Brotaufstrich. Honig wird nicht nur fĂŒr das morgendliche Brötchen, sondern auch als natĂŒrliches SĂŒĂŸungsmittel fĂŒr den Tee oder die Milch, das MĂŒsli und den Joghurt geschĂ€tzt.Nach Informationen des Deutsches Imkerbundes (2021) produzieren etwa 160.000 Imker und Imkerinnen mit etwa 1,14 Millionen Bienenvölker 15.000 – 25.000 t pro Jahr.Jeder Imker hĂ€lt durchschnittlich 6,7 Bienenvölker. Aber weniger als ein Prozent betreiben die Imkerei erwerbsmĂ€ĂŸig. D.h., dass ein großer Teil des in Deutschland produzierten Honigs von Hobby-Imkern produziert wird.

Definition des Honigs

Honig ist nach der Honigverordnung von 2004 (HVO 2004) „... Der natursĂŒĂŸe Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fruktose und Glukose, sowie aus organischen SĂ€uren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flĂŒssiger, dickflĂŒssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede im Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt.“

Honig: Möglichst regional und bio

Wir von BIOSONA versuchen, wenn möglich, regionale Produkte mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck anzubieten. Deshalb bieten wir hauptsĂ€chlich Honig aus deutscher Produktion an und wenn möglich Honig, der unter den Standards der AnbauverbĂ€nde Bioland, Naturland oder Demeter hergestellt wird.Ein weiterer Grund, sich fĂŒr Bio-Honig aus deutscher Produktion zu entscheiden, sind die Ergebnisse einerLangzeitstudie (2007 bis 2011) des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Dabei wurden in bayrischem Honig keine RĂŒckstĂ€nde von Antibiotika gefunden, jedoch selbst in auslĂ€ndischem Bio-Honig in 6 von 48 Honigproben noch geringe Antibiotika-Spuren. Und in Nicht-Bio-Honig wurden in 23 von 64 Proben Antibiotika nachgewiesen.

Geschichte des Honigs

Der Begriff des Honigs leitet sich wahrscheinlich von dem indogermanischen Wort kenako = goldfarben ab, das im Althochdeutschen zu hona(n)g wurde. Diesen Wortstamm findet man dann in vielen anderen Sprache wieder: Im englischen: „honey“, im niederlĂ€ndischen „honing“, im dĂ€nischen „honning“ und im luxemburgischen „Hunneg“. Im Lateinischen wurde das Wort „mel“ fĂŒr Honig verwendet. Darauf baut auch der zoologische Name fĂŒr die Honigbiene auf :Apis mel-lifica, die Biene, die Honig macht.Auf etwa 10.000 bis 6.000 v.Chr. werden erste Darstellungen auf Felszeichnungen in Ostspanien in der spanischen Provinz Valencia (Araña-Höhle) datiert, die bereits HonigjĂ€ger zeigen.UrsprĂŒnglich wurde Honig von wilden Bienenvölkern geerntet. Bereits im 7. Jahrtausend vor Christus wurden Bienen  wahrscheinlich in Anatolien in Körben und Stöcken zur Honiggewinnung  domestiziert.Im Irak wurden Honigrezepte fĂŒr Salben und Heilmittel auf Tontafeln entdeckt, die auf 2000 - 2100 v. Chr., in die Zeit der Sumerer datiert werden. Es handelt sich um die ersten bekannten Schriften ĂŒber Honig. Honig wurde in dieser Zeit auch hĂ€ufig zu Kultzwecken und religiösen Zeremonien zum Beispiel als Grabbeigabe verwendet.Im alten Ägypten, in Indien und China wurde Honig als göttlicher Nektar verehrt. Zum wirtschaftlichen Faktor wurde Honig bei  den Ägyptern des Alten Reiches (erste Dynastie, etwa um 3.000 vor Christi): Die Bienenzucht und die Produktion von Honig wurde systematisch anhand von ĂŒbereinander geschichteten Tonröhren betrieben. Honig wurde zum Handelsgut und wurde als Zahlungsmittel akzeptiert. Unter Ramses II. bekamen hohe Beamte einen Teil ihres Gehaltes in Honig ausgezahlt. Ein Topf Honig hatte den Wert eines Esels oder eines Rindes. Ab ca. 3.200 v.Chr. tauchten in der Hieroglyphenschrift Bienen  als Symbol der Pharaonen auf. Auch zierte die Biene das Siegel der Königin Hatschepsut. Da die Ägypter auch bereits den direkten positiven Einfluss der Bienenhaltung auf die landwirtschaftliche Produktion von Obst und GemĂŒse erkannten, wurden die Bienenstöcke systematisch in die NĂ€he von landwirtschaftlichen FlĂ€chen zur Obst- und GemĂŒseproduktion transportiert. So fuhren bereits 2.500 v.Chr. Imker die Tonröhren in Booten ĂŒber den Nil zu den vorbestimmten Einsatzorten. Daraus entstand das Gewerbe der Wanderimker, das es bis heute auf dem Nil noch gibt.In der Antike war Honig die „liebliche Speise der Götter“ und es wurde ihm eine lebensverlĂ€ngernde und krankheitsverhĂŒtende Wirkung nachgesagt.

Bereits um 600 vor Christus gab es in Griechenland eine voll entwickelte und gesetzlich geregelte Imkerei. Die Griechen verwendeten zylindrische Röhren, die nicht nur aus Ton, sondern aus vielen anderen Materialien hergestellt wurden, zum Beispiel aus geflochtenen Zweigen, Korkrinden oder Holz. Der erste stehende Bienenkorb entstand zwischen 500 und 100 v. Chr. Die Ă€ltesten Körbe dieser Art waren aus Weidenzweigen gefertigt. So trug Zeus, der Göttervater, den Beinamen Bienenkönig. Honig wurde als Schönheitsmittel gepriesen und als Heilmittel geschĂ€tztDer Philosoph Aristoteles (384 - 322 vor Christus) verfasste das erste Fachbuch ĂŒber die Bienenzucht: Erste naturwissenschaftliche Beobachtungen ĂŒber Bienen und Honig sind von Aristoteles in seiner „natĂŒrlichen Geschichte“ (344 - 342 vor Christus)  beschrieben:„ Die Biene sammelt die SĂ€fte der BlĂŒten mit ihrer Zunge und trĂ€gt sie in den Stock....Honig wird in den MĂ€gen der Bienen gesammelt und von ihnen in die Wachszellen wieder ausgespuckt. Anfangs ist der Honig wie Wasser, erreicht aber im Laufe von 20 Tagen seine Konsistenz. Seine Quelle kann aus seinem Geschmack erkannt werden.“(Aristoteles). Der griechische Arzt und Lehrer Hippokrates von Kos (ca. 460 – ca. 375 v. Chr.) verordnete Honig bei Fieber, Verletzungen, GeschwĂŒren und eiternden Wunden. Olympische Athleten tranken Honigwasser, um wieder schnell zu regenerieren. Die alten Griechen waren auch die ersten, die sich theoretisch mit dem Wesen der Biene, der Staatenbildung und der Honiggewinnung auseinandersetzten. Ihren Toten legten die Griechen Honig auch als Beigabe als Symbol fĂŒr das ewige Leben mit ins Grab.

Auch die Römer liebten Honig besonders als SĂŒĂŸungsmittel und setzen ihn ausgiebig in ihrer KĂŒche ein - die Bienenhaltung war da im ganzen römischen Reich weit verbreitet und Honig galt auch als universelles Heilmittel. Ein Leitlinie der Römischen Ärzte hieß: „Iss Honig und du bleibst gesund.“ Die Imkerei brachte im Römischen Reich soviel Profit ein, dass sich jeder römische Gutsherr wenigstens einen Bienensklaven, den Apiarius (Biene = Apis mellifica), hielt, der das Melarium (beliebte Frage bei KreuzwortrĂ€tseln: Bienenhaus im alten Rom),  das Bienenhaus betreute.

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands weisen archĂ€ologische Ausgrabungen die Bienenhaltung erstmals in der Zeit um 500 vor Christi nach. WĂ€hrend die Germanen Honig als „Götterspeise „verehrten, genossen sie ihn selbst am liebsten als Wein, den Met.

Im Mittelalter wurde dann aus dem gewerbsmĂ€ĂŸigen Sammeln von Honig wilder und halbwilder Bienen ein eigener Berufsstand: der Zeidler. Erstmalig wurde dieser Berufszweig in Bayern im Jahr 748 nachgewiesen. In dieser Zeit war Honig ein Luxusgut, da es noch keinen Zucker gab. Auch die Kirchen brauchten Honig bzw. den Wachs fĂŒr Kerzen in Kirchen und Klöstern. Kleidung wurde mit Wachs wasserdicht imprĂ€gniert und mit Wachs wurden Urkunden besiegelt.  Die Zeidler konnte man an ihrer speziellen grĂŒn-gelben Berufskleidung erkennen: eine grĂŒne Leinenjacke als Symbol fĂŒr den Wald und eine gelbe Stoffhose, symbolisch fĂŒr den Honig. Ab 1660 sorgte dann die Einfuhr von Rohrzucker aus SĂŒdamerika fĂŒr den Niedergang der  Waldimkerei. So entwickelte sich aus der Wildbienenhaltung die sogenannte domestizierte Bienenhaltung. Die ersten BienenzĂŒchter verwendeten umgestĂŒlpte Strohkörbe als Bienenbehausung.  Honig war zu dieser Zeit aber noch so teuer, dass nur reiche Leute ihn sich leisten konnten. Erst durch den Anbau und die industrielle Verarbeitung von ZuckerrĂŒben hat Honig gegenĂŒber dem dann billigeren Zucker stark an Bedeutung verloren.

Quellen des Honigs: BlĂŒtennektar und Honigtau

Die beiden Rohstoffquellen fĂŒr Honig sind der Nektar der BlĂŒten und Honigtau, dementsprechend kategorisiert man Honig als BlĂŒten- bzw. Nektarhonig oder Honigtauhonig. 

Nektar ist eine sĂŒĂŸe und duftende FlĂŒssigkeit, die die Pflanzen produzieren,  um Bienen und andere Insekten anzulocken. Dieser Nektar ist ein zuckerhaltiger Saft, der von den Nektarien (die auch als HonigdrĂŒsen, NektardrĂŒsen oder SaftdrĂŒsen bezeichnet werden) der Pflanzen abgeschieden werden.

Nektarien können sich innerhalb oder an der BlĂŒte befinden, den sog. floralen Nektarien oder außerhalb der BlĂŒten, den extrafloralen Nektarien. Florale Nektarien kommen an den BlĂŒtenachsen, den Kelch- und BlĂŒtenblĂ€ttern, den StaubblĂ€ttern und den Fruchtknoten vor. Extraflorale Nektarien finden sich außerhalb der BlĂŒten, z.B. an Laub-, Neben- und HochblĂ€ttern und Blattstielen.

Der Gesamtzuckergehalt des Nektars schwankt je nach Pflanze zwischen 8% bei der Kaiserkrone und 76% bei dem Gewöhnlichen Dost. Im Mittel liegt der Zuckergehalt aller Nektar produzierenden Pflanzen bei 40%. Getrockneter Nektar besteht zu etwa 95% aus Zucker, der Rest sind Stickstoffverbindungen (AminosÀuren, Amide, etc.), Mineralstoffe, organische SÀuren, Vitamine sowie Farb- und Aromastoffe. Folgende Vitamine wurden im Nektar nachgewiesen: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B6 (Pyridoxon), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (PantothensÀure), Vitamin B9 (FolsÀure), Vitamin H (Biotin) und Vitamin C (AscorbinsÀure).

.Jede Pflanze produziert ihre individuelle Zuckerzusammensetzung: Hauptzucker sind Saccharose (auch Haushaltszucker, Kristallzucker oder einfach Zucker genannt), Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Raps, Sonnenblumen, Löwenzahn, Akazien, Kastanien, Brombeeren und Luzernen enthalten einen mehrheitlichen Anteil an Fructose und Glucose. Wiesensalbei, Weißklee, Rotklee und Linden enthalten dagegen einen höheren Anteil an Saccharose.

Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung von an Pflanzen saugenden Insekten.Honigtau entsteht, indem Insekten, z.B. Blatt- und SchildlĂ€use, mit ihren beweglichen Stechborsten in das pflanzliche Gewebe, den SiebröhrengefĂ€ĂŸen eindringen, den austretenden Saft aufnehmen, verdauen und den Rest als Honigtau ausscheiden. Dieser lagert sich auf BlĂ€ttern, Nadeln und Zweigen ab und wird dort von Bienen aufgesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet. Honigtau erleben wir besonders in Sommermonaten als klebrige Masse an BlĂ€ttern und Nadeln von BĂ€umen und StrĂ€uchern. Besonders hĂ€ufig findet man Honigtau an Ahornarten, Ulmen, Eichen, Linden, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Tannen, LĂ€rchen und Kiefern. Aus Honigtau entstehen die Wald-, Blatt- und Tannen- bzw. Nadelhonige, die sog. Honigtauhonige. 

Unterschiede zwischen Nektar- und Honigtauhonige

Lassen sich Honigtauhonige von Nektar- bzw. BlĂŒtenhonigen unabhĂ€ngig von ihrer Rohstoffquelle unterscheiden? Man kann sie im Wesentlichen anhand des Geruchs, dem Aussehen und der Konsistenz voneinander unterscheiden. 

Nektar- bzw. BlĂŒtenhonig ist heller (die FĂ€rbung kann von fast Weiß ĂŒber Gelb bis Braun reichen) und eher fest, schmeckt vorwiegend sĂŒĂŸ, hoch-aromatisch bis parfĂŒmartig.  Honigtauhonige haben dagegen ein eher malzig, rauchiges bis leicht harziges Aroma, sind dunkler (rotbraun bis dunkelbraun) und in der Mehrzahl flĂŒssig (Ausnahme: z.B. cremiger Waldhonig). Sie besitzen mehr Fruchtzucker als BlĂŒtenhonige und bleiben deshalb auch lĂ€nger flĂŒssig. Die IntensitĂ€t des Aromas nimmt mit der Dunkelheit der FĂ€rbung zu.

Welche Arten von Honig gibt es?

Die Honigverordnung von 2004 unterscheidet zwischen „nach Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung ...folgende 9 Honigarten“: 

 1.     BlĂŒtenhonig

BlĂŒtenhonig ist nach der Honigverordnung von 2004  â€žvollstĂ€ndig oder ĂŒberwiegend aus dem Nektar von Pflanzen stammender Honig.“BlĂŒtenhonig, auch als Nektarhonig bezeichnet, stammt also aus dem BlĂŒtennektar, der vom DrĂŒsengewebe (Nektarien) der Pflanzen ausgeschieden wird. Wird ein Honig nach einer BlĂŒtenart benannt, z.B. LindenblĂŒtenhonig,  darf der BlĂŒtennektar zum grĂ¶ĂŸten Teil nur von dieser Pflanzenart, also von Linden, abstammen. Wird der Honig von den BlĂŒten unterschiedlicher Pflanzen gewonnen, wird er als MischblĂŒtenhonig bzw. multifloraler Honig bezeichnet.

MischblĂŒtenhonig kann nicht nur im Geschmack und Aussehen, sondern kann je nach Standort und Tracht auch von den Inhaltsstoffen unterschiedlich zusammengesetzt sein. Zu den MischblĂŒtenhonigen zĂ€hlen zum Beispiel FrĂŒhjahrs-, SommerblĂŒten- und ObstblĂŒtenhonig.

Wenn Bienen sortenreinen Honig produzieren sollen, z.B. Rapshonig, stellen Imker die Bienenstöcke gezielt an den Rand eines Rapsfeldes, da Bienen als „blĂŒtenstet“ gelten. Eine feste BlĂŒtenquelle wird von Imkern auch als „Tracht“ bezeichnet. Honig, dessen Anteil an einer Tracht bei etwa 90% liegt, kann dann auch als sortenreiner Honig bezeichnet werden.

Pflanzen produzieren Nektar in der Regel von der ersten BlĂŒte bis zur Befruchtung bzw. der beginnenden Samenbildung. Wird die BlĂŒte nicht von Bienen bestĂ€ubt bzw. befruchtet, kann sich die BlĂŒtezeit verlĂ€ngern.

Die Nektarproduktion wird allerdings durch viele Ă€ußere Faktoren beeinflusst: Von der Witterung, den BodenverhĂ€ltnissen, der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und den WindverhĂ€ltnissen. Hohe Feuchtigkeit mit warmen sĂŒdlichen bis sĂŒdwestlichen Winden sind fĂŒr die Nektarproduktion förderlich, kalte und/oder trockene Ost- und Nordwinde sind fĂŒr die Nektarproduktion nicht förderlich.

 2.     Honigtauhonig

„Honig, der vollstĂ€ndig oder ĂŒberwiegend aus auf lebenden Pflanzenteilen befindlichen Exkreten von an Pflanzen saugenden Insekten (Hemiptera) oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt.“ (Honigverordnung von 2004).

Bienen gewinnen Honigtauhonig aus Honigtau. Honigtau wird zum Beispiel von Blatt-, Schild- und RindenlĂ€usen, Blattflöhen, MottenschildlĂ€usen und Zikaden gebildet. Die Insekten, die diesen Honigtau produzieren, stechen mit einem speziell geformten RĂŒssel das Phloem, den NĂ€hrstoffleitbahnen der Pflanzen an. Da der Pflanzensaft in den NĂ€hrstoffleitbahnen unter leichtem Druck steht, wird dieser Pflanzensaft nach dem Einstechen mit leichtem Überdruck in das saugende Insekt hineingedrĂŒckt. Diese Insekten ernĂ€hren sich so von diesem Saft verschiedener Pflanzen und scheiden die ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit in Form von Honigtau wieder aus. Man erlebt Honigtau als klebrige Substanz auf oder unter BĂ€umen und StrĂ€ucher, z.B. besonders störend auf Autoblechen, die im Sommer unter BĂ€umen gestanden haben. Besonders bestimmte Ahornarten, Ulmen, Eichen, Linden, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Tannen, LĂ€rchen und Kiefern sollte man deshalb im Sommer meiden. Honigtau lagert sich auf BlĂ€ttern, Nadeln und Zweigen ab und wird dort von Bienen aufgesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet. 

Honigtauhonig besitzt im Gegensatz zum BlĂŒtenhonig mehr Fruchtzucker und bleibt deshalb meist lange flĂŒssig. Er besitzt auch oft eine deutlich dunklere Farbe. Honigtauhonige werden in Deutschland vorwiegend im SĂŒden gewonnen, da diese Region waldreicher ist als der Norden. Zu den Honigtauhonigen zĂ€hlen die Waldhonige, Tannenhonige und Eukalyptushonige.

3.     Wabenhonig oder Scheibenhonig

„ Waben- oder Scheibenhonig ist von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten WachsblĂ€ttern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird.“ (Honigverordnung von 2004)

 Wabenhonig ist ein vollkommen naturbelassener Honig. Er wird vom Imker nach der Ernte nicht weiterverarbeitet. Der  Imker erntet den Wabenhonig  in Form der verdeckelten Wabe. Wabenhonig wird vor der weiteren Vermarktung nicht erwĂ€rmt, so dass die wertvollen Inhaltsstoffe in ihrer QualitĂ€t  thermisch nicht beeintrĂ€chtigt werden. Da die Waben nach der Ernte auch nicht gereinigt werden, enthalten die Waben auch noch die BlĂŒtenpollen, die zu einem besonders intensiven Honiggeschmack fĂŒhren. Pollenallergiker sollten beim Verzehr von Wabenhonig jedoch vorsichtig sein, da die in den Waben noch enthaltenen Pollen die Allergie verschlimmern können.

Scheibenhonig heißt der Wabenhonig des Heidehonigs, wenn er vollstĂ€ndig aus dem Naturwabenbau stammt. Bei diesem Honig werden die Waben und die MittelwĂ€nde von den Bienen selbst gebaut (Naturbau). In der nicht-bio-zertifizierten Imkerei dĂŒrfen vorgepresste Bienenwachsplatten auch als  MittelwĂ€nde vom Imker verwendet werden. Frischer Wabenhonig kann, in sehr dĂŒnnen Scheiben geschnitten, direkt gegessen werden. Dabei kann das Wachs des Scheibenhonigs vollkommen unbedenklich mitgegessen werden. Dieser Wachs enthĂ€lt gehaltvolle Enzyme, Fermente und auch Propolis. Manche kauen bzw. essen Bienenwaben auch wie ein Kaugummi oder Bonbon. ZurĂŒck bleibt jedoch bei den meisten immer etwas störender Wachs auf den ZĂ€hnen. Beachten sollte man auch, dass sich besonders im Wachs – besonders bei Wachs von nicht bio-zertifizierten Bienenstöcken – RĂŒckstĂ€nde von Bienenarzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln und Umweltchemikalien finden lassen.

4.     Tropfhonig

Tropfhonig ist „durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004).

Wie die Verordnung bereits sagt, entdeckelt man die Waben und lĂ€sst den Honig aus den entdeckelten und brutfreien Waben auslaufen bzw. tropfen. Diese Form der Honigernte ist eine sehr traditionelle. Damit soviel Honig wie möglich aus den Waben fließen kann, sollten die Waben noch stockwarm (ca. 30°C) sein. Sehr zĂ€hflĂŒssiger Honig, wie der Heidehonig, kann nicht gewonnen werden, indem man die Waben nur austropfen bzw. auslaufen lĂ€sst. Der Imker muss deshalb die Waben erst auf ca. 25° C erwĂ€rmen (s. auch den Abschnitt zum Heidehonig).

 

5.     Schleuderhonig

Schleuderhonig ist „durch Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004)

Wenn man den Honig nicht austropfen lĂ€sst, wird er aus den Waben herausgeschleudert. Dabei wird er in der Regel bis zu 40°C erwĂ€rmt, um das Fließverhalten des Honigs zu optimieren. Die Waben können anschließend wiederverwendet werden. Bei sauberer Verarbeitung ist der Schleuderhonig dem Wabenhonig qualitativ gleichwertig. Nach der Entdeckelung werden die Waben in eine Honigschleuder gestellt, die manuell oder elektrisch betrieben wird. Nach dem Schleudern werden noch feine Wachsteilchen und andere gröbere Fremdstoffe herausgesiebt. Danach wird der Honig noch einen Tag lang geschlossen gelagert, damit sich Luftblasen, Pollen, restliche Wachsteilchen und Schaum nach oben absetzen können. Um grobe Zuckerkristalle zu zerkleinern und gleichmĂ€ĂŸig im Honig zu verteilen, wird die Honigmasse anschließend zu einer cremigen Konsistenz verrĂŒhrt. FlĂŒssige Honige, wie z.B. Waldhonig, werden nach dem Schleudervorgang nicht mehr gerĂŒhrt, da sie wegen ihres geringen Glukosegehaltes nicht so leicht auskristallisieren. Danach kann er in verkaufsfĂ€hige BehĂ€lter abgefĂŒllt werden.

6.     Presshonig

Presshonig ist „durch Pressen der brutfreien Waben ohne oder mit ErwĂ€rmung auf höchstens 45 Grad Celsius gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004)

Besonders Honig aus der Korbimkerei oder solcher mit besonders fester oder zĂ€her Konsistenz wird durch das hydraulische Pressen gewonnen. Zur Gewinnung von Presshonig werden die Waben zuerst entdeckelt, aus dem Rahmen geschnitten, anschließend in feste TĂŒcher gewickelt und dann in eine Presse gelegt. Presshonige sind 5- bis 6-mal reicher an Pollen als z.B. Schleuderhonige und haben auch einen höheren Wachsanteil als diese. Auch ist der Anteil an NĂ€hrstoffen wie z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Flavonoide und AscorbinsĂ€ure sowie der Mineralanteil wie z.B. Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium, Eisen, Lithium und Zink deutlich höher. Da beim Pressen von Honigwaben auch Bienenhaare, Hefen oder Wachsteile mit herausgepresst werden können, muss dieser Honig dann anschließend noch erwĂ€rmt und gefiltert werden. Durch das ErwĂ€rmen leiden jedoch auch die NĂ€hrstoffe und die Fermente des Honigs. Bedingt durch den höheren Pollen- und Wassergehalt ist Presshonig in der Regel weniger haltbarer als z.B. ein Schleuderhonig. Presshonig hat eine dunklere Farbe und schmeckt leicht herb. Presshonig wird vorwiegend in der LĂŒneburger Heide von den Korbimkern produziert, da dieser sich mit Hilfe von Honigschleudern nicht extrahieren lassen kann.

7.     Gefilterter Honig

„Honig, der gewonnen wird, indem anorganische oder organische Fremdstoffe so entzogen werden, dass Pollen in erheblichem Maße entfernt werden.“ (Honigverordnung von 2004)

Bei der Filterung wird der Honig durch engporige Siebe, z.B. Mikrofilter oder auch Kaffeefilter aus Papier, mit hohem Druck gepresst, so dass die wertvollen Pollen herausgefiltert werden.  Gefilterter Honig wird als qualitativ minderwertiger eingestuft. Ein Honig, der gefiltert wurde, muss auf dem Etikette als „gefilterter Honig“ ausgewiesen werden und darf nicht mehr nur als „Honig“ ausgewiesen werden. Auch Mischungen, die gefilterten Honig enthalten, mĂŒssen entsprechend gekennzeichnet werden. Vom Vorgang des Filterns ist der Verarbeitungsschritt des Siebens klar zu unterscheiden. Das Sieben gehört zum normalen Verarbeitungsprozess der Honigproduktion. Beim Sieben werden Wachsreste, Insektenbestanteile, Luftblasen und Farbstoffe separiert.

 8.     Backhonig

„ Honig, der fĂŒr industrielle Zwecke oder als Zutat fĂŒr andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet ist.“ (Honigverordnung von 2004)

Backhonig ist ein Honig, der einen Wassergehalt zwischen 20% und 23% hat, zu stark erhitzt wurde oder bereits in GĂ€rung ĂŒbergegangen ist. Backhonig enthĂ€lt nicht mehr die wesentlichen Inhaltsstoffe eines unbehandelten Honigs. Honig, der unter dem Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes vertrieben wird, darf einen Wassergehalt von maximal 18% haben. Eine Ausnahme bildet der Heidehonig, der einen Wassergehalt von maximal 21,4% nicht ĂŒberschreiten darf.

Backhonig muss den Hinweis „Nur zum Kochen und Backen“ oder die Bezeichnung „Backhonig“ tragen.

Honigsorten

Nach § 3 (3) 1 der Honigverordnung kann man von einem Sortenhonig sprechen, wenn der Honig aus mindestens 60 % aus einer Trachtquelle stammt. Trachtquellen können die BlĂŒtentracht und die Honigtautracht sein. BlĂŒtentrachthonige können z.B. Akazienhonig, LindenblĂŒtenhonig, Kleehonig, Rapshonig, Edelkastanienhonig und Heidehonig sein, um nur die wichtigsten BlĂŒtentrachthonige zu nennen. Zu den Honigtautrachthonigen zĂ€hlen u.a. der Lindenhonig, Edelkastanienhonig, Tannenhonig und der Waldhonig.

Ein Sortenhonig kann entstehen, wenn die Bienen den Honig blĂŒtenstet oder ortsstet sammeln. Honigbienen sammeln den Honig blĂŒtenstet, wenn ein- und dieselbe Pflanzenart (z.B. Raps oder Klee) den Bienen genĂŒgend Sammelgut anbietet. Ortsstet kann eine Biene sammeln, wenn eine Örtlichkeit wie eine Heide oder ein Wald genĂŒgend BlĂŒtentracht oder Honigtautracht bietet.

LindenblĂŒtenhonig

 LindenblĂŒtenhonig darf nicht verwechselt werden mit Lindenhonig, der aus Nektar und Honigtau gewonnen wird. LindenblĂŒtenhonig stammt von den BlĂŒten der Sommer-, Winter- oder Silberlinde, kann jedoch auch einen gewissen Anteil an Honigtau haben. Er hat einen krĂ€ftigen aromatischen Geschmack durch seinen hohen Gehalt an Ă€therischen Ölen und eine hellgelbe bis grĂŒnlichgelbe Farbe. 

Je heller der Honig ist, desto höher ist sein Anteil aus BlĂŒtennektar. Ein höherer Anteil an BlĂŒtennektar lĂ€sst den Honig minzig-frisch und je nach Tracht auch leicht nach Zitrone schmecken. Honigtau, den die BlattlĂ€use auf den BlĂ€ttern aussondern und die Bienen anschließend auf den LindenblĂ€ttern sammeln, sorgt fĂŒr eine dunklere Farbe und lassen ihn nach Malz und Karamell schmecken. Er ist von flĂŒssiger Konsistenz, wird jedoch auch cremig angeboten. LindenblĂŒtenhonig passt gut zu krĂ€ftigen Schwarztees wie Earl Grey oder auch gut verquirlt mit einem Löffel Senf, Öl und etwas Essig zu Salaten.

 Rapshonig

Rapshonig ist der hĂ€ufigste Sortenhonig in Deutschland. FĂŒr Honigbienen ist in Deutschland die RapsblĂŒte eine der wichtigsten Nektarquellen. Rapshonig schmeckt je nach Rapssorte mild-sĂŒĂŸ bis leicht aromatisch und ist deshalb auch bei Kindern sehr beliebt. Die Farbe des Rapshonigs changiert zwischen weiß bis elfenbeinfarben. Er ist von feincremiger Konsistenz. Er kristallisiert wĂ€hrend der Lagerung relativ schnell aus, da er besonders viel Glucose (41%) enthĂ€lt. Bedingt durch diesen hohen Glucose-Anteil liefert er z.B. Sportlern besonders schnell Energie. Da der Rapshonig einen nicht so starken Eigengeschmack hat, eignet er sich besonders gut zum SĂŒĂŸen von Kuchen oder auch Tees, wenn der Eigengeschmack des Tees erhalten bleiben soll.

Rapshonig, den wir im BIOSONA-Onlineshop anbieten, stammt aus Deutschland - siehe auch beim Meisterhonig Rapshonig den Herkunftshinweis unter dem Abschnitt „QualitĂ€t“ auf die „Deutsche Landwirtschaft“. Bei manchen Sorten kann man auch den Hinweis auf „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-LĂ€ndern“ finden. Dieser stammt dann meistens aus osteuropĂ€ischen LĂ€ndern oder China, USA, Kanada oder Australien. In den USA, Kanada und Australien dominieren gentechnisch verĂ€nderte Rapspflanzen.

 Akazienhonig

Der in Deutschland angebotene handelsĂŒbliche Akazienhonig mĂŒsste von dem Ursprung seiner Tracht eigentlich Robinienhonig heißen, da der Honig aus dem Nektar von ScheinakazienblĂŒten (Robinia pseudoacacia) stammt. Die Robinie wird fĂ€lschlicherweise  oft als „Akazie“ bezeichnet, da sie mit ihrer Rindenstruktur, den gefiederten BlĂ€ttern und den großen weißen BlĂŒten manchen Akazien-Arten Ă€hnelt. Sie ist jedoch nicht annĂ€hernd mit der Akazie verwandt. Echte Akazien wachsen hauptsĂ€chlich in tropischen und subtropischen Regionen wie Australien, Afrika und SĂŒdeuropa.

Akazienhonig ist sehr lange flĂŒssig, da er einen hohen Fruchtzuckergehalt und demzufolge einen niedrigen Glucosegehalt hat. Er kandiert mit der Zeit sehr langsam. Neben Fructose und Glucose enthĂ€lt Akazienhonig weitere wichtige Wirkstoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine, aber auch Inhibine und Serotonin. Seine Farbe variiert abhĂ€ngig von der Trachtquelle zwischen hellgelb bis goldgelb. Ins Licht gehalten, schimmert Akazienhonig leicht grĂŒnlich. Dank seines sehr milden, fein-sĂŒĂŸen Geschmacks eignet er sich ausgezeichnet zum SĂŒĂŸen von Tees und Fruchtsalaten oder als Topping fĂŒr Waffeln, Pfannkuchen oder dem tĂ€glichen MĂŒsli.

Heidehonig

Heidehonig stammt  vorwiegend aus dem Nektar der BlĂŒten der Heidekrautarten Besenheide (Calluna vulgaris) und Glockenheide (Gattung Erica), die in Deutschland vorwiegend in den Regionen Norddeutschland (LĂŒneburger Heide), Brandenburg und Sachsen Anhalt vorkommen. Heidehonig wird auch noch in Frankreich und Spanien gewonnen, in denen Besenheide vorkommt.

Die Ernte des Heidehonigs ist relativ aufwĂ€ndig, da der Heidehonig eine zĂ€he, gelartige Konsistenz hat, die es dem Imker nicht erlaubt, den Honig wie bei anderen Honigsorten direkt aus den Waben zu schleudern. Der Imker muss die Waben deshalb erst auf ca. 25°C erwĂ€rmen, macht den Honig durch diesen Prozess vorĂŒbergehend flĂŒssiger, bevor er ihn aus den Waben geschleudert werden kann. Dieser aufwĂ€ndige Prozess, um den Honig zu gewinnen, ist auch die Ursache fĂŒr das höhere Preisniveau des Heidehonigs.

Heidehonig hat ein unverwechselbares intensives herb-wĂŒrziges Aroma mit einer malzigen Note und leuchtet je nach Jahrgang goldgelb, bernsteinfarben bis rotbraun. Seine Konsistenz ist dickflĂŒssig bis geleeartig. Er bleibt lange dickflĂŒssig bedingt durch den hohen Anteil eiweißhaltiger BlĂŒtenpollen.

Mit Heidehonig lĂ€sst sich passend ein krĂ€ftiger Tee sĂŒĂŸen, auch ist er eine harmonische ErgĂ€nzung beim Backen von Lebkuchen.

Tannenhonig

Tannenhonig ist ein flĂŒssiger Honigtauhonig, der von der Rottanne, Weißtanne, diverser Kiefernarten und der LĂ€rche stammt. Der im BIOSONA-Onlineshop angebotene  Meisterhonig Tannenhonig stammt von Weißtannen aus dem Schwarzwald. Honigtau ist die Ausgangssubstanz, die von den Insekten ausgeschieden wird, anschließend von den Bienen eingesammelt und zu Honig weiterverarbeitet wird.

Tannenhonig hat eine tiefdunkelbraune bis grĂŒnlich schwarze Farbe und einen krĂ€ftigend, aromatisch harzwĂŒrzigen Geschmack. Er kristallisiert sehr langsam aus und hat eine zĂ€hflĂŒssige Konsistenz. Aufgrund des niedrigen Glucosegehaltes bleibt er lange flĂŒssig. 

Da er mehr SĂ€ure besitzt als BlĂŒtenhonig, schmeckt er weniger sĂŒĂŸ als FrĂŒhjahrs- und SommerblĂŒtenhonige. Auch enthĂ€lt er mehr Spurenelemente, Mineralstoffe und Ă€therische Öle als BlĂŒtenhonig sowie die Enzyme Glucoseoxidase und Katalase.

FĂŒr das weihnachtlichen Backen gibt der Tannenhonig dem Lebkuchen und den GewĂŒrz- und Honigprinten das sĂŒĂŸ-wĂŒrzige Aroma.

Waldhonig

Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes darf Waldhonig nur unter dieser Bezeichnung verkauft werden, wenn es sich um Honigtauhonig handelt, der vollstÀndig aus WÀldern gewonnen wird.

Waldhonig ist ein gemischter Trachthonig und stammt aus dem Honigtau von Schild- und RindenlĂ€usen. Diese Honigtauerzeuger leben vorwiegend auf den Blattoberseiten von LaubbĂ€umen wie der Eiche, der Linde  und dem Ahorn. Die Erntemenge von Waldhonig hĂ€ngt sehr stark von den Wetterbedingungen ab. Ein Hauptproduzent von Honigtau ist die Rindenlaus. Ein einziger heftiger Regen kann ausreichen, um diese LĂ€use von den BlĂ€ttern zu spĂŒlen. Der Schildlaus hingegen macht auch ein lang anhaltender Regen nicht viel aus.

Meisterhonig Waldhonig wird in cremiger und flĂŒssiger Konsistenz angeboten. Frisch geernteter Honig ist durch seinen hohen Fruchtzuckergehalt flĂŒssig, durch mehrfach tĂ€gliches RĂŒhren wird er feincremig.

Waldhonig ist der krĂ€ftigste unter den am meisten verkauften Honigsorten. Waldhonig ist hell- bis dunkelbraun und hat ein krĂ€ftiges bis leicht herbes-wĂŒrziges, malziges Aroma - je nachdem, von welchem Insekt der Honigtau stammt. 

Der Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen aber auch Ă€therischen Ölen ist bei Waldhonig besonders hoch. 

Der Waldhonig von Meisterhonig stammt aus den Ernteregionen Werra-Meißner Kreis entlang des Kaufunger Waldes, dem SchwĂ€bischen Wald oder dem Schwarzwald. 

Waldhonig eignet sich in der KĂŒche besonders zum Glasieren von Braten, Verfeinern von Marinaden oder als Zutat in der Salatsauce.

Zusammensetzung des Honigs  

Hauptbestandteil von Honig sind mit ca. 80% verschiedene Zuckerarten, gefolgt von Wasser mit ca. 16 – 17%. Der Honigzucker stammt zu einem Teil aus den Rohstoffen, den die Bienen sammeln und zum anderen entsteht Honigzucker durch die von den Bienen abgegebenen Enzyme. Dabei kommen die folgenden Zucker im Honig vor: die Einfachzucker Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker), das Zweifachzucker Saccharose (Rohr-, RĂŒben-, Haushaltszucker) und Maltose und das Dreifachzucker Melezitose. Der Anteil an Glucose und Fructose ist abhĂ€ngig von der Sorte: Honige mit einem höheren Gehalt an Fructose und damit niedrigerem Anteil an Glucose bleiben lĂ€nger flĂŒssig. Alle anderen Komponenten wie Aromastoffe, Mineralstoffe, AminosĂ€uren und Proteine haben einen Anteil von insgesamt 2%. Der SĂ€ureanteil ist bei Honigtauhonig höher als bei BlĂŒtenhonig. Dies ist der Grund, warum Honigtauhonig (z.B. Tannenhonig und Waldhonig) als weniger sĂŒĂŸ empfunden wird als BlĂŒtenhonig (z.B. Raps- und Akazienhonig). Auch sind Honigtauhonige reicher an Mineralstoffen als BlĂŒtenhonige.

 

                                                                                    BlĂŒtenhonig                         Waldhonig

Alle Angaben in g/ 100 g:                                       Durchschnitt                         Durchschnitt

Wasser                                                                              17,2                                       16,3

Zucker, total                                                                       79,7                                       80,5

- davon Einfachzucker

 - Fructose                                                                          38,2                                        31,8

 - Glucose                                                                           31,3                                        26.1

- davon Zweifachzucker                                                          

   - Saccharose                                                                     0,7                                          0,5

   - Andere Zweifachzucker                                                  5,0                                           4,0

     (z.B. Maltose, Turanose,etc.)   

- davon Dreifachzucker

  - Melezitose                                                                     < 0,1                                          4,0

  - Erlose                                                                              0,8                                           1,0

  - andere Dreifachzucker                                                    0,5                                            3,0 

 

Mineralstoffe                                                                        0,2                                           0,9

AminosĂ€uren, Proteine                                                        0,3                                           0,6

SĂ€uren                                                                                  0,5                                          1,1

PH -wert                                                                               3,9                                          5,2 

Quelle: (2)

 

Alle Angaben in mg/100 g:                                      Mineralstoffgehalt von Honig                                 

 

Kalium                                                                               20–150

Natrium                                                                             1,6–17

Calcium                                                                             4–30

Magnesium                                                                        0,7–13

Eisen                                                                                  0,03–4

Zink                                                                                     0,05–2

Mangan                                                                               0,02–1

Chrom                                                                                 0,01–0,03

Kobalt                                                                                 0,00–0,05

Nickel                                                                                 0,03–0,13

Aluminium                                                                           0,3–6

Kupfer                                                                                 0,02–0,6

 

                                                                                     Vitamingehalt von Honig

 

Thiamin (Vitamin B 1)                                                    0,00–0,01

Riboflavin (Vitamin B 2)                                                 0,01–0,02

Pyridoxin (Vitamin B 6)                                                  0,01–0,32

Niacin (frĂŒher Vitamin B3)                                             0,10–0,20

PanthothensĂ€ure  (Vitamin B5)                                      0,02–0,11

AscorbinsĂ€ure (Vitamin C)                                               2,2–2,5 

Phyllochinon (Vitamin K)                                                ca. 0,025

 

Ist Honig gesund?

Honig ist ein beliebter SĂŒĂŸstoff. Aber ist er auch gesĂŒnder als der herkömmliche weiße Haushaltszucker und kann Honig als gesund bezeichnet werden? Dazu einige Fakten:

- Kalorien: Honig hat im Durchschnitt 300 kcal pro 100 Gramm, Zucker hat ca. 390 kcal pro 100 Gramm. Beim SĂŒĂŸen mit Honig lassen sich also einige Kalorien sparen.

- Wassergehalt: Eine Ursache fĂŒr den geringeren Kaloriengehalt des Honigs ist sein Wassergehalt, der bei BlĂŒten- und Honigtauhonige etwa 16% bis 17% betrĂ€gt, bei Heidehonig 23%. 

- Tracht: Der SĂŒĂŸegrad eines Honigs hĂ€ngt sehr stark von der Tracht, der pflanzlichen Quelle des Honigs ab. So ist BlĂŒtenhonig wie z.B. der Raps-, Akazien- oder FrĂŒhjahrsblĂŒtenhonig ĂŒber alle Sorten gesehen sĂŒĂŸer als Honigtauhonig. Dass Honig sĂŒĂŸer als Zucker empfunden wird, liegt besonders am hohen Gehalt an Fructose (Fruchtzucker).

- GlykĂ€mischer Index (GI): Der GlykĂ€mische Index gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel steigt. Je niedriger der GI ist, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an.Der normale Haushaltszucker hat einen GI von 65. Die im Honig hauptsĂ€chlich vorkommenden Zuckerarten sind Fructose (Fruchtzucker, durchschnittlicher Anteil 38%) und Glucose (Traubenzucker, durchschnittlicher Anteil 32%).  Fructose hat einen GI von 25, Glucose einen GI von 100. Demzufolge ist der GI eines Honigs abhĂ€ngig von der Zusammensetzung Fructose und Glucose. So ist das VerhĂ€ltnis Fructose : Glucose bei Waldhonig 1,2:1 und bei Rapshonig 1:1,1.  Jedoch enthĂ€lt Waldhonig auch einen 10%-igen Anteil an Melezitose, einer Zuckerart mit einem besonders hohem GI. Dadurch steigt beim Waldhonig der GI auf ca. 89 und lĂ€sst damit den Blutzuckerspiegel stĂ€rker ansteigen als  Haushaltszucker. Einen geringeren GI als Haushaltszucker haben hingegen der LindenblĂŒtenhonig (erhitzt), Akazienhonig, Heidehonig, Edelkastanienhonig und LindenblĂŒtenhonig. Rapshonig hat mit einem GI von 64,0 einen Ă€hnlich hohen GI wie Haushaltszucker.

- Antibakterielle Wirkung: Honig enthĂ€lt verschiedene keimhemmende Stoffe, die auch als „Inhibine“ bezeichnet werden. Der grĂ¶ĂŸere Teil der antibakteriellen Substanzen wird von den Bienen zugesetzt, wenige stammen vom Nektar oder vom Honigtau. Dazu gehören u.a. Wasserstoffperoxid und Methylglyoxal (MGO). Besonders der Manuka-Honig weist einen hohen Anteil an MGO auf. Jedoch zeigen einige wissenschaftliche Studien, dass auch Honigtauhonige, z.B. der Tannenhonig, und der Buchweizenhonig und der Kastanienhonig höhere MGO-Werte aufweisen. Es ist jedoch zu beachten, dass die antibakterielle Wirkung innerhalb einer Honigsorte stark schwanken kann. Lediglich der Manuka-Honig weist auf jeder Verpackung den jeweiligen MGO-Wert aus.

- Karies: Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung weist daraufhin, dass ein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Konsum von Honig auch zu Karies fĂŒhren kann. Beim direkten Vergleich mit Haushaltszucker schneidet Honig jedoch aufgrund seiner inhibitorischen Wirkstoffe (Glucoseoxidase, und Spuren von Propolis) besser ab.

- Vitamine und Mineralstoffe sind zwar im Honig enthalten, spielen aber mengenmĂ€ĂŸig fĂŒr die ErnĂ€hrung des Menschen praktisch keine Rolle (s. auch den Abschnitt „Zusammensetzung des Honigs“.

- Flavonoide: Honig enthĂ€lt sog. Flavonoide, die zu den sekundĂ€ren Pflanzeninhaltsstoffen zĂ€hlen. Zu möglicherweise gesundheitsfördernden EinflĂŒssen von Flavonoiden sind keine Studien bekannt, die diese Aussage belegen. 1 kg Honig enthĂ€lt zwischen 3 – 20 mg Flavonide. Diese Menge ist jedoch zu gering, um eine wesentliche Bedeutung fĂŒr die ErnĂ€hrung zu spielen.

- Behandlung von Wunden: Mit den Honigsorten, die man im Lebensmittelhandel kaufen kann, dĂŒrfen keine Wunden behandelt werden, da diese Keime und Bakteriensporen enthalten können, die Wunden infizieren können und den gefĂ€hrlichen Wundbotulismus verursachen können. Zur Behandlung von Wunden gibt es in der Apotheke spezielle medizinische Honige, der mit Hilfe von Gammastrahlen sterilisiert wird. Im Gegensatz zur Sterilisation durch Erhitzung werden bei der Behandlung mit Gammastrahlen die Enzyme nicht zerstört, die die Heilwirkung des medizinischen Honigs bewirken.

Fazit: Honig gilt in der Bevölkerung allgemein als gesundes Nahrungsmittel. Leider mangelt es jedoch an wissenschaftlichen Studien, die die Annahme, Honig im allgemeinen sei gesund oder gar gesundheitsfördernd, bestĂ€tigen.

Honig hilft bei ErkÀltung und Husten

Die Nase lĂ€uft, der Hals ist entzĂŒndet und ein zĂ€hflĂŒssiger Schleim in den Bronchien verursacht einen tagelangen Hustenreiz. Was tun? Viele greifen deshalb zu einem alten Hausmittel wie Honig. Die Wirksamkeit von Honig auf Infektionen der oberen Atemwege hat eine Autorengruppe um Hibatullah Abuelgasim von der Oxford Medic al School in einer systematischen Analyse und Meta-Studie von 14 Studien ĂŒber die Wirkung von Honig ĂŒberprĂŒft. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Honig sowohl fĂŒr Erwachsene wie auch fĂŒr Kinder (Ă€lter als 1 Jahr) gegen Symptomen wie Husten und ErkĂ€ltungen vielen anderen, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten ĂŒberlegen ist. Dabei macht es fĂŒr die Wirksamkeit keinen Unterschied, ob der Honig pur, verdĂŒnnt in Wasser oder vermischt mit Milch eingenommen wird. Nach dieser Übersichtsstudie kann Honig die Zeit, die Erkrankte brauchen, um von den ErkĂ€ltungssymptomen zu genesen, um bis zu 2 Tagen verkĂŒrzen.

(Quelle: British Medical Journal, Ausgabe 10/2020)

Honig: Nicht fĂŒr Kinder unter 1 Jahr!

Kindern unter 1 Jahr darf Honig nicht gegeben werden, da diese an SĂ€uglingsbotulismus erkranken können, eine Nahrungsmittelvergiftung, die lebensbedrohlich fĂŒr Kinder unter 1 Jahr sein kann. Es ist eine seltene, aber unter UmstĂ€nden lebensbedrohliche Erkrankung. Die Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können ein muskellĂ€hmendes Gift produzieren, das bei SĂ€uglingen zu LĂ€hmungen der Atem- und Schluckmuskulatur und im schlimmsten Fall zum Tode fĂŒhren kann.

Allergiker aufgepasst: Vorsicht bei der Desensibilisierung mit Honig!

Oft wird kommuniziert, dass sich Pollenallergiker mit Honig desensibilisieren können. Leider gibt es fĂŒr diese Behauptung keinen wissenschaftlichen Beweis. Bei Honig wird die Art und Konzentration von BlĂŒtenpollen nicht analysiert und ausgewiesen. Deshalb wird das Immunsystem des Menschen ĂŒberhaupt nicht reagieren, wenn die Pollenkonzentration des Honigs zu gering ist. Ist die Pollenkonzentration dagegen zu hoch, kann es die Allergie noch verstĂ€rken. Auch variiert die Art der Pollen nach Art der Pflanzen und Regionen. So kann Honig Pollen enthalten, gegen die man nicht allergisch ist.

Wie wird Honig richtig gelagert?

Wenn Honig optimal gelagert wird, kann er mehrere Jahre ohne QualitĂ€tseinbußen gelagert werden. Auf die Haltbarkeit des Honigs wirken sich nachteilig WĂ€rme, Licht und Feuchtigkeit aus. Lichteinfall reduziert die Inhibinwirkung des Honigs, WĂ€rme und Licht schĂ€digen die Enzyme und besonders hitzeempfindlich ist die Invertase. Hauptverantwortlich fĂŒr die Invertase ist die Fructose im Honig, da sie stark hygroskopisch, d.h.feuchtigkeitsanziehend ist. Höhere Feuchtigkeit fördert den GĂ€rungsprozess innerhalb des Honigs. Die Invertase ist ein Enzym, das den Zweifachzucker Saccharose in die Einfachzucker Fructose und Glucose aufspaltet. Sollte flĂŒssiger Honig bereits kandiert sein, sollte man ihn ca. 30 Minuten in lauwarmes Wasser stellen. Auf keinen Fall sollte man ihn ĂŒber  40°C erwĂ€rmen oder gar erhitzen, da Honig sehr wĂ€rmeempfindlich ist. Ist die Temperatur höher, werden die hitzeempfindlichen Enzyme des Honigs zerstört. Erhalten bleiben aber die Mineralstoffe sowie die hitzebestĂ€ndigen Vitamine.

Dies sind die optimalen Lagerbedingungen:

- Temperatur: Bei lĂ€ngerer Lagerung sollte die Lagertemperatur nicht ĂŒber 15°C liegen, da bei dieser Temperatur der Honig seine spezifischen Eigenschaften behĂ€lt. Auch sollte die Temperatur ĂŒber das Jahr möglichst wenig schwanken. Eine Lagertemperatur von ĂŒber 25°C kann zu einer Entmischung des Honigs fĂŒhren und den GĂ€rungsprozeß beschleunigen.

- GefĂ€ĂŸ: Das GefĂ€ĂŸ sollte stets luftdicht verschlossen sein, weil Honig hygroskopisch ist und gerne fremde GerĂŒche annimmt.

- Lagerort: Ideal fĂŒr die lĂ€ngere Lagerung von Honig ist ein dunkler, temperaturstabiler (opt. 15°C) und trockener Kellerraum oder ein Vorratsschrank. Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 60% liegen.

Sollte der Honig kristallisiert sein, können sie ihn Bedenken weiter verzehren. Falls er zu fest geworden sein sollte, hilft ein lauwarmes Wasserbad.

 

Klassische Rezepte mit Honig

Honig-Mandel-Milch

 Zutaten (fĂŒr 2 Personen): 

- 20 Gramm Mandeln

- 400 ml Milch

- 1 Esslöffel Honig (flĂŒssiger Akazienhonig eignet sich am besten)

- 2 Tropfen Bittermandel-Aroma 

Zubereitung:

- Die Mandeln kurz in heißes Wasser tauchen bis die Schale runzelig wird und enthĂ€uten.

- EnthĂ€utete Mandelkurz anrösten und anschließend mit sehr feinem Mahlgrad mahlen.

- Die gemahlenen Mandel, den Honig und das Bittermandel-Aroma gut verquirlen.

Schmeckt warm oder gekĂŒhlt. Guten Appetit!

 

 

 

Bedeutung des Honigs Honig ist wahrscheinlich das Ă€lteste bekannte SĂŒĂŸungsmittel. Bei den alten Ägyptern (z.B. bei König Ramses II., 1279 bis 1213 v. Chr.) war Honig so kostbar,... mehr erfahren »
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Bedeutung des Honigs

Honig ist wahrscheinlich das Ă€lteste bekannte SĂŒĂŸungsmittel. Bei den alten Ägyptern (z.B. bei König Ramses II., 1279 bis 1213 v. Chr.) war Honig so kostbar, dass es auch als Zahlungsmittel akzeptiert war. In Deutschland verbrauchte ein durchschnittlicher Konsument im Jahr 2020 rund 1,06 Kilogramm Honig. Honig gehört damit nach den Marmeladen zu den beliebtesten Brotaufstrichen â€“ noch vor Nuss- und Nougatcremes. Mehr als 20 Millionen Verbraucher  greifen mindestens einmal pro Woche zu diesem sĂŒĂŸen Brotaufstrich. Honig wird nicht nur fĂŒr das morgendliche Brötchen, sondern auch als natĂŒrliches SĂŒĂŸungsmittel fĂŒr den Tee oder die Milch, das MĂŒsli und den Joghurt geschĂ€tzt.Nach Informationen des Deutsches Imkerbundes (2021) produzieren etwa 160.000 Imker und Imkerinnen mit etwa 1,14 Millionen Bienenvölker 15.000 – 25.000 t pro Jahr.Jeder Imker hĂ€lt durchschnittlich 6,7 Bienenvölker. Aber weniger als ein Prozent betreiben die Imkerei erwerbsmĂ€ĂŸig. D.h., dass ein großer Teil des in Deutschland produzierten Honigs von Hobby-Imkern produziert wird.

Definition des Honigs

Honig ist nach der Honigverordnung von 2004 (HVO 2004) „... Der natursĂŒĂŸe Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fruktose und Glukose, sowie aus organischen SĂ€uren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flĂŒssiger, dickflĂŒssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede im Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt.“

Honig: Möglichst regional und bio

Wir von BIOSONA versuchen, wenn möglich, regionale Produkte mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck anzubieten. Deshalb bieten wir hauptsĂ€chlich Honig aus deutscher Produktion an und wenn möglich Honig, der unter den Standards der AnbauverbĂ€nde Bioland, Naturland oder Demeter hergestellt wird.Ein weiterer Grund, sich fĂŒr Bio-Honig aus deutscher Produktion zu entscheiden, sind die Ergebnisse einerLangzeitstudie (2007 bis 2011) des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Dabei wurden in bayrischem Honig keine RĂŒckstĂ€nde von Antibiotika gefunden, jedoch selbst in auslĂ€ndischem Bio-Honig in 6 von 48 Honigproben noch geringe Antibiotika-Spuren. Und in Nicht-Bio-Honig wurden in 23 von 64 Proben Antibiotika nachgewiesen.

Geschichte des Honigs

Der Begriff des Honigs leitet sich wahrscheinlich von dem indogermanischen Wort kenako = goldfarben ab, das im Althochdeutschen zu hona(n)g wurde. Diesen Wortstamm findet man dann in vielen anderen Sprache wieder: Im englischen: „honey“, im niederlĂ€ndischen „honing“, im dĂ€nischen „honning“ und im luxemburgischen „Hunneg“. Im Lateinischen wurde das Wort „mel“ fĂŒr Honig verwendet. Darauf baut auch der zoologische Name fĂŒr die Honigbiene auf :Apis mel-lifica, die Biene, die Honig macht.Auf etwa 10.000 bis 6.000 v.Chr. werden erste Darstellungen auf Felszeichnungen in Ostspanien in der spanischen Provinz Valencia (Araña-Höhle) datiert, die bereits HonigjĂ€ger zeigen.UrsprĂŒnglich wurde Honig von wilden Bienenvölkern geerntet. Bereits im 7. Jahrtausend vor Christus wurden Bienen  wahrscheinlich in Anatolien in Körben und Stöcken zur Honiggewinnung  domestiziert.Im Irak wurden Honigrezepte fĂŒr Salben und Heilmittel auf Tontafeln entdeckt, die auf 2000 - 2100 v. Chr., in die Zeit der Sumerer datiert werden. Es handelt sich um die ersten bekannten Schriften ĂŒber Honig. Honig wurde in dieser Zeit auch hĂ€ufig zu Kultzwecken und religiösen Zeremonien zum Beispiel als Grabbeigabe verwendet.Im alten Ägypten, in Indien und China wurde Honig als göttlicher Nektar verehrt. Zum wirtschaftlichen Faktor wurde Honig bei  den Ägyptern des Alten Reiches (erste Dynastie, etwa um 3.000 vor Christi): Die Bienenzucht und die Produktion von Honig wurde systematisch anhand von ĂŒbereinander geschichteten Tonröhren betrieben. Honig wurde zum Handelsgut und wurde als Zahlungsmittel akzeptiert. Unter Ramses II. bekamen hohe Beamte einen Teil ihres Gehaltes in Honig ausgezahlt. Ein Topf Honig hatte den Wert eines Esels oder eines Rindes. Ab ca. 3.200 v.Chr. tauchten in der Hieroglyphenschrift Bienen  als Symbol der Pharaonen auf. Auch zierte die Biene das Siegel der Königin Hatschepsut. Da die Ägypter auch bereits den direkten positiven Einfluss der Bienenhaltung auf die landwirtschaftliche Produktion von Obst und GemĂŒse erkannten, wurden die Bienenstöcke systematisch in die NĂ€he von landwirtschaftlichen FlĂ€chen zur Obst- und GemĂŒseproduktion transportiert. So fuhren bereits 2.500 v.Chr. Imker die Tonröhren in Booten ĂŒber den Nil zu den vorbestimmten Einsatzorten. Daraus entstand das Gewerbe der Wanderimker, das es bis heute auf dem Nil noch gibt.In der Antike war Honig die „liebliche Speise der Götter“ und es wurde ihm eine lebensverlĂ€ngernde und krankheitsverhĂŒtende Wirkung nachgesagt.

Bereits um 600 vor Christus gab es in Griechenland eine voll entwickelte und gesetzlich geregelte Imkerei. Die Griechen verwendeten zylindrische Röhren, die nicht nur aus Ton, sondern aus vielen anderen Materialien hergestellt wurden, zum Beispiel aus geflochtenen Zweigen, Korkrinden oder Holz. Der erste stehende Bienenkorb entstand zwischen 500 und 100 v. Chr. Die Ă€ltesten Körbe dieser Art waren aus Weidenzweigen gefertigt. So trug Zeus, der Göttervater, den Beinamen Bienenkönig. Honig wurde als Schönheitsmittel gepriesen und als Heilmittel geschĂ€tztDer Philosoph Aristoteles (384 - 322 vor Christus) verfasste das erste Fachbuch ĂŒber die Bienenzucht: Erste naturwissenschaftliche Beobachtungen ĂŒber Bienen und Honig sind von Aristoteles in seiner „natĂŒrlichen Geschichte“ (344 - 342 vor Christus)  beschrieben:„ Die Biene sammelt die SĂ€fte der BlĂŒten mit ihrer Zunge und trĂ€gt sie in den Stock....Honig wird in den MĂ€gen der Bienen gesammelt und von ihnen in die Wachszellen wieder ausgespuckt. Anfangs ist der Honig wie Wasser, erreicht aber im Laufe von 20 Tagen seine Konsistenz. Seine Quelle kann aus seinem Geschmack erkannt werden.“(Aristoteles). Der griechische Arzt und Lehrer Hippokrates von Kos (ca. 460 – ca. 375 v. Chr.) verordnete Honig bei Fieber, Verletzungen, GeschwĂŒren und eiternden Wunden. Olympische Athleten tranken Honigwasser, um wieder schnell zu regenerieren. Die alten Griechen waren auch die ersten, die sich theoretisch mit dem Wesen der Biene, der Staatenbildung und der Honiggewinnung auseinandersetzten. Ihren Toten legten die Griechen Honig auch als Beigabe als Symbol fĂŒr das ewige Leben mit ins Grab.

Auch die Römer liebten Honig besonders als SĂŒĂŸungsmittel und setzen ihn ausgiebig in ihrer KĂŒche ein - die Bienenhaltung war da im ganzen römischen Reich weit verbreitet und Honig galt auch als universelles Heilmittel. Ein Leitlinie der Römischen Ärzte hieß: „Iss Honig und du bleibst gesund.“ Die Imkerei brachte im Römischen Reich soviel Profit ein, dass sich jeder römische Gutsherr wenigstens einen Bienensklaven, den Apiarius (Biene = Apis mellifica), hielt, der das Melarium (beliebte Frage bei KreuzwortrĂ€tseln: Bienenhaus im alten Rom),  das Bienenhaus betreute.

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands weisen archĂ€ologische Ausgrabungen die Bienenhaltung erstmals in der Zeit um 500 vor Christi nach. WĂ€hrend die Germanen Honig als „Götterspeise „verehrten, genossen sie ihn selbst am liebsten als Wein, den Met.

Im Mittelalter wurde dann aus dem gewerbsmĂ€ĂŸigen Sammeln von Honig wilder und halbwilder Bienen ein eigener Berufsstand: der Zeidler. Erstmalig wurde dieser Berufszweig in Bayern im Jahr 748 nachgewiesen. In dieser Zeit war Honig ein Luxusgut, da es noch keinen Zucker gab. Auch die Kirchen brauchten Honig bzw. den Wachs fĂŒr Kerzen in Kirchen und Klöstern. Kleidung wurde mit Wachs wasserdicht imprĂ€gniert und mit Wachs wurden Urkunden besiegelt.  Die Zeidler konnte man an ihrer speziellen grĂŒn-gelben Berufskleidung erkennen: eine grĂŒne Leinenjacke als Symbol fĂŒr den Wald und eine gelbe Stoffhose, symbolisch fĂŒr den Honig. Ab 1660 sorgte dann die Einfuhr von Rohrzucker aus SĂŒdamerika fĂŒr den Niedergang der  Waldimkerei. So entwickelte sich aus der Wildbienenhaltung die sogenannte domestizierte Bienenhaltung. Die ersten BienenzĂŒchter verwendeten umgestĂŒlpte Strohkörbe als Bienenbehausung.  Honig war zu dieser Zeit aber noch so teuer, dass nur reiche Leute ihn sich leisten konnten. Erst durch den Anbau und die industrielle Verarbeitung von ZuckerrĂŒben hat Honig gegenĂŒber dem dann billigeren Zucker stark an Bedeutung verloren.

Quellen des Honigs: BlĂŒtennektar und Honigtau

Die beiden Rohstoffquellen fĂŒr Honig sind der Nektar der BlĂŒten und Honigtau, dementsprechend kategorisiert man Honig als BlĂŒten- bzw. Nektarhonig oder Honigtauhonig. 

Nektar ist eine sĂŒĂŸe und duftende FlĂŒssigkeit, die die Pflanzen produzieren,  um Bienen und andere Insekten anzulocken. Dieser Nektar ist ein zuckerhaltiger Saft, der von den Nektarien (die auch als HonigdrĂŒsen, NektardrĂŒsen oder SaftdrĂŒsen bezeichnet werden) der Pflanzen abgeschieden werden.

Nektarien können sich innerhalb oder an der BlĂŒte befinden, den sog. floralen Nektarien oder außerhalb der BlĂŒten, den extrafloralen Nektarien. Florale Nektarien kommen an den BlĂŒtenachsen, den Kelch- und BlĂŒtenblĂ€ttern, den StaubblĂ€ttern und den Fruchtknoten vor. Extraflorale Nektarien finden sich außerhalb der BlĂŒten, z.B. an Laub-, Neben- und HochblĂ€ttern und Blattstielen.

Der Gesamtzuckergehalt des Nektars schwankt je nach Pflanze zwischen 8% bei der Kaiserkrone und 76% bei dem Gewöhnlichen Dost. Im Mittel liegt der Zuckergehalt aller Nektar produzierenden Pflanzen bei 40%. Getrockneter Nektar besteht zu etwa 95% aus Zucker, der Rest sind Stickstoffverbindungen (AminosÀuren, Amide, etc.), Mineralstoffe, organische SÀuren, Vitamine sowie Farb- und Aromastoffe. Folgende Vitamine wurden im Nektar nachgewiesen: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B6 (Pyridoxon), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (PantothensÀure), Vitamin B9 (FolsÀure), Vitamin H (Biotin) und Vitamin C (AscorbinsÀure).

.Jede Pflanze produziert ihre individuelle Zuckerzusammensetzung: Hauptzucker sind Saccharose (auch Haushaltszucker, Kristallzucker oder einfach Zucker genannt), Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Raps, Sonnenblumen, Löwenzahn, Akazien, Kastanien, Brombeeren und Luzernen enthalten einen mehrheitlichen Anteil an Fructose und Glucose. Wiesensalbei, Weißklee, Rotklee und Linden enthalten dagegen einen höheren Anteil an Saccharose.

Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung von an Pflanzen saugenden Insekten.Honigtau entsteht, indem Insekten, z.B. Blatt- und SchildlĂ€use, mit ihren beweglichen Stechborsten in das pflanzliche Gewebe, den SiebröhrengefĂ€ĂŸen eindringen, den austretenden Saft aufnehmen, verdauen und den Rest als Honigtau ausscheiden. Dieser lagert sich auf BlĂ€ttern, Nadeln und Zweigen ab und wird dort von Bienen aufgesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet. Honigtau erleben wir besonders in Sommermonaten als klebrige Masse an BlĂ€ttern und Nadeln von BĂ€umen und StrĂ€uchern. Besonders hĂ€ufig findet man Honigtau an Ahornarten, Ulmen, Eichen, Linden, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Tannen, LĂ€rchen und Kiefern. Aus Honigtau entstehen die Wald-, Blatt- und Tannen- bzw. Nadelhonige, die sog. Honigtauhonige. 

Unterschiede zwischen Nektar- und Honigtauhonige

Lassen sich Honigtauhonige von Nektar- bzw. BlĂŒtenhonigen unabhĂ€ngig von ihrer Rohstoffquelle unterscheiden? Man kann sie im Wesentlichen anhand des Geruchs, dem Aussehen und der Konsistenz voneinander unterscheiden. 

Nektar- bzw. BlĂŒtenhonig ist heller (die FĂ€rbung kann von fast Weiß ĂŒber Gelb bis Braun reichen) und eher fest, schmeckt vorwiegend sĂŒĂŸ, hoch-aromatisch bis parfĂŒmartig.  Honigtauhonige haben dagegen ein eher malzig, rauchiges bis leicht harziges Aroma, sind dunkler (rotbraun bis dunkelbraun) und in der Mehrzahl flĂŒssig (Ausnahme: z.B. cremiger Waldhonig). Sie besitzen mehr Fruchtzucker als BlĂŒtenhonige und bleiben deshalb auch lĂ€nger flĂŒssig. Die IntensitĂ€t des Aromas nimmt mit der Dunkelheit der FĂ€rbung zu.

Welche Arten von Honig gibt es?

Die Honigverordnung von 2004 unterscheidet zwischen „nach Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung ...folgende 9 Honigarten“: 

 1.     BlĂŒtenhonig

BlĂŒtenhonig ist nach der Honigverordnung von 2004  â€žvollstĂ€ndig oder ĂŒberwiegend aus dem Nektar von Pflanzen stammender Honig.“BlĂŒtenhonig, auch als Nektarhonig bezeichnet, stammt also aus dem BlĂŒtennektar, der vom DrĂŒsengewebe (Nektarien) der Pflanzen ausgeschieden wird. Wird ein Honig nach einer BlĂŒtenart benannt, z.B. LindenblĂŒtenhonig,  darf der BlĂŒtennektar zum grĂ¶ĂŸten Teil nur von dieser Pflanzenart, also von Linden, abstammen. Wird der Honig von den BlĂŒten unterschiedlicher Pflanzen gewonnen, wird er als MischblĂŒtenhonig bzw. multifloraler Honig bezeichnet.

MischblĂŒtenhonig kann nicht nur im Geschmack und Aussehen, sondern kann je nach Standort und Tracht auch von den Inhaltsstoffen unterschiedlich zusammengesetzt sein. Zu den MischblĂŒtenhonigen zĂ€hlen zum Beispiel FrĂŒhjahrs-, SommerblĂŒten- und ObstblĂŒtenhonig.

Wenn Bienen sortenreinen Honig produzieren sollen, z.B. Rapshonig, stellen Imker die Bienenstöcke gezielt an den Rand eines Rapsfeldes, da Bienen als „blĂŒtenstet“ gelten. Eine feste BlĂŒtenquelle wird von Imkern auch als „Tracht“ bezeichnet. Honig, dessen Anteil an einer Tracht bei etwa 90% liegt, kann dann auch als sortenreiner Honig bezeichnet werden.

Pflanzen produzieren Nektar in der Regel von der ersten BlĂŒte bis zur Befruchtung bzw. der beginnenden Samenbildung. Wird die BlĂŒte nicht von Bienen bestĂ€ubt bzw. befruchtet, kann sich die BlĂŒtezeit verlĂ€ngern.

Die Nektarproduktion wird allerdings durch viele Ă€ußere Faktoren beeinflusst: Von der Witterung, den BodenverhĂ€ltnissen, der Luftfeuchtigkeit, der Temperatur und den WindverhĂ€ltnissen. Hohe Feuchtigkeit mit warmen sĂŒdlichen bis sĂŒdwestlichen Winden sind fĂŒr die Nektarproduktion förderlich, kalte und/oder trockene Ost- und Nordwinde sind fĂŒr die Nektarproduktion nicht förderlich.

 2.     Honigtauhonig

„Honig, der vollstĂ€ndig oder ĂŒberwiegend aus auf lebenden Pflanzenteilen befindlichen Exkreten von an Pflanzen saugenden Insekten (Hemiptera) oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt.“ (Honigverordnung von 2004).

Bienen gewinnen Honigtauhonig aus Honigtau. Honigtau wird zum Beispiel von Blatt-, Schild- und RindenlĂ€usen, Blattflöhen, MottenschildlĂ€usen und Zikaden gebildet. Die Insekten, die diesen Honigtau produzieren, stechen mit einem speziell geformten RĂŒssel das Phloem, den NĂ€hrstoffleitbahnen der Pflanzen an. Da der Pflanzensaft in den NĂ€hrstoffleitbahnen unter leichtem Druck steht, wird dieser Pflanzensaft nach dem Einstechen mit leichtem Überdruck in das saugende Insekt hineingedrĂŒckt. Diese Insekten ernĂ€hren sich so von diesem Saft verschiedener Pflanzen und scheiden die ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit in Form von Honigtau wieder aus. Man erlebt Honigtau als klebrige Substanz auf oder unter BĂ€umen und StrĂ€ucher, z.B. besonders störend auf Autoblechen, die im Sommer unter BĂ€umen gestanden haben. Besonders bestimmte Ahornarten, Ulmen, Eichen, Linden, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Tannen, LĂ€rchen und Kiefern sollte man deshalb im Sommer meiden. Honigtau lagert sich auf BlĂ€ttern, Nadeln und Zweigen ab und wird dort von Bienen aufgesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet. 

Honigtauhonig besitzt im Gegensatz zum BlĂŒtenhonig mehr Fruchtzucker und bleibt deshalb meist lange flĂŒssig. Er besitzt auch oft eine deutlich dunklere Farbe. Honigtauhonige werden in Deutschland vorwiegend im SĂŒden gewonnen, da diese Region waldreicher ist als der Norden. Zu den Honigtauhonigen zĂ€hlen die Waldhonige, Tannenhonige und Eukalyptushonige.

3.     Wabenhonig oder Scheibenhonig

„ Waben- oder Scheibenhonig ist von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten WachsblĂ€ttern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird.“ (Honigverordnung von 2004)

 Wabenhonig ist ein vollkommen naturbelassener Honig. Er wird vom Imker nach der Ernte nicht weiterverarbeitet. Der  Imker erntet den Wabenhonig  in Form der verdeckelten Wabe. Wabenhonig wird vor der weiteren Vermarktung nicht erwĂ€rmt, so dass die wertvollen Inhaltsstoffe in ihrer QualitĂ€t  thermisch nicht beeintrĂ€chtigt werden. Da die Waben nach der Ernte auch nicht gereinigt werden, enthalten die Waben auch noch die BlĂŒtenpollen, die zu einem besonders intensiven Honiggeschmack fĂŒhren. Pollenallergiker sollten beim Verzehr von Wabenhonig jedoch vorsichtig sein, da die in den Waben noch enthaltenen Pollen die Allergie verschlimmern können.

Scheibenhonig heißt der Wabenhonig des Heidehonigs, wenn er vollstĂ€ndig aus dem Naturwabenbau stammt. Bei diesem Honig werden die Waben und die MittelwĂ€nde von den Bienen selbst gebaut (Naturbau). In der nicht-bio-zertifizierten Imkerei dĂŒrfen vorgepresste Bienenwachsplatten auch als  MittelwĂ€nde vom Imker verwendet werden. Frischer Wabenhonig kann, in sehr dĂŒnnen Scheiben geschnitten, direkt gegessen werden. Dabei kann das Wachs des Scheibenhonigs vollkommen unbedenklich mitgegessen werden. Dieser Wachs enthĂ€lt gehaltvolle Enzyme, Fermente und auch Propolis. Manche kauen bzw. essen Bienenwaben auch wie ein Kaugummi oder Bonbon. ZurĂŒck bleibt jedoch bei den meisten immer etwas störender Wachs auf den ZĂ€hnen. Beachten sollte man auch, dass sich besonders im Wachs – besonders bei Wachs von nicht bio-zertifizierten Bienenstöcken – RĂŒckstĂ€nde von Bienenarzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln und Umweltchemikalien finden lassen.

4.     Tropfhonig

Tropfhonig ist „durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004).

Wie die Verordnung bereits sagt, entdeckelt man die Waben und lĂ€sst den Honig aus den entdeckelten und brutfreien Waben auslaufen bzw. tropfen. Diese Form der Honigernte ist eine sehr traditionelle. Damit soviel Honig wie möglich aus den Waben fließen kann, sollten die Waben noch stockwarm (ca. 30°C) sein. Sehr zĂ€hflĂŒssiger Honig, wie der Heidehonig, kann nicht gewonnen werden, indem man die Waben nur austropfen bzw. auslaufen lĂ€sst. Der Imker muss deshalb die Waben erst auf ca. 25° C erwĂ€rmen (s. auch den Abschnitt zum Heidehonig).

 

5.     Schleuderhonig

Schleuderhonig ist „durch Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004)

Wenn man den Honig nicht austropfen lĂ€sst, wird er aus den Waben herausgeschleudert. Dabei wird er in der Regel bis zu 40°C erwĂ€rmt, um das Fließverhalten des Honigs zu optimieren. Die Waben können anschließend wiederverwendet werden. Bei sauberer Verarbeitung ist der Schleuderhonig dem Wabenhonig qualitativ gleichwertig. Nach der Entdeckelung werden die Waben in eine Honigschleuder gestellt, die manuell oder elektrisch betrieben wird. Nach dem Schleudern werden noch feine Wachsteilchen und andere gröbere Fremdstoffe herausgesiebt. Danach wird der Honig noch einen Tag lang geschlossen gelagert, damit sich Luftblasen, Pollen, restliche Wachsteilchen und Schaum nach oben absetzen können. Um grobe Zuckerkristalle zu zerkleinern und gleichmĂ€ĂŸig im Honig zu verteilen, wird die Honigmasse anschließend zu einer cremigen Konsistenz verrĂŒhrt. FlĂŒssige Honige, wie z.B. Waldhonig, werden nach dem Schleudervorgang nicht mehr gerĂŒhrt, da sie wegen ihres geringen Glukosegehaltes nicht so leicht auskristallisieren. Danach kann er in verkaufsfĂ€hige BehĂ€lter abgefĂŒllt werden.

6.     Presshonig

Presshonig ist „durch Pressen der brutfreien Waben ohne oder mit ErwĂ€rmung auf höchstens 45 Grad Celsius gewonnener Honig.“ (Honigverordnung von 2004)

Besonders Honig aus der Korbimkerei oder solcher mit besonders fester oder zĂ€her Konsistenz wird durch das hydraulische Pressen gewonnen. Zur Gewinnung von Presshonig werden die Waben zuerst entdeckelt, aus dem Rahmen geschnitten, anschließend in feste TĂŒcher gewickelt und dann in eine Presse gelegt. Presshonige sind 5- bis 6-mal reicher an Pollen als z.B. Schleuderhonige und haben auch einen höheren Wachsanteil als diese. Auch ist der Anteil an NĂ€hrstoffen wie z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Flavonoide und AscorbinsĂ€ure sowie der Mineralanteil wie z.B. Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium, Eisen, Lithium und Zink deutlich höher. Da beim Pressen von Honigwaben auch Bienenhaare, Hefen oder Wachsteile mit herausgepresst werden können, muss dieser Honig dann anschließend noch erwĂ€rmt und gefiltert werden. Durch das ErwĂ€rmen leiden jedoch auch die NĂ€hrstoffe und die Fermente des Honigs. Bedingt durch den höheren Pollen- und Wassergehalt ist Presshonig in der Regel weniger haltbarer als z.B. ein Schleuderhonig. Presshonig hat eine dunklere Farbe und schmeckt leicht herb. Presshonig wird vorwiegend in der LĂŒneburger Heide von den Korbimkern produziert, da dieser sich mit Hilfe von Honigschleudern nicht extrahieren lassen kann.

7.     Gefilterter Honig

„Honig, der gewonnen wird, indem anorganische oder organische Fremdstoffe so entzogen werden, dass Pollen in erheblichem Maße entfernt werden.“ (Honigverordnung von 2004)

Bei der Filterung wird der Honig durch engporige Siebe, z.B. Mikrofilter oder auch Kaffeefilter aus Papier, mit hohem Druck gepresst, so dass die wertvollen Pollen herausgefiltert werden.  Gefilterter Honig wird als qualitativ minderwertiger eingestuft. Ein Honig, der gefiltert wurde, muss auf dem Etikette als „gefilterter Honig“ ausgewiesen werden und darf nicht mehr nur als „Honig“ ausgewiesen werden. Auch Mischungen, die gefilterten Honig enthalten, mĂŒssen entsprechend gekennzeichnet werden. Vom Vorgang des Filterns ist der Verarbeitungsschritt des Siebens klar zu unterscheiden. Das Sieben gehört zum normalen Verarbeitungsprozess der Honigproduktion. Beim Sieben werden Wachsreste, Insektenbestanteile, Luftblasen und Farbstoffe separiert.

 8.     Backhonig

„ Honig, der fĂŒr industrielle Zwecke oder als Zutat fĂŒr andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet ist.“ (Honigverordnung von 2004)

Backhonig ist ein Honig, der einen Wassergehalt zwischen 20% und 23% hat, zu stark erhitzt wurde oder bereits in GĂ€rung ĂŒbergegangen ist. Backhonig enthĂ€lt nicht mehr die wesentlichen Inhaltsstoffe eines unbehandelten Honigs. Honig, der unter dem Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes vertrieben wird, darf einen Wassergehalt von maximal 18% haben. Eine Ausnahme bildet der Heidehonig, der einen Wassergehalt von maximal 21,4% nicht ĂŒberschreiten darf.

Backhonig muss den Hinweis „Nur zum Kochen und Backen“ oder die Bezeichnung „Backhonig“ tragen.

Honigsorten

Nach § 3 (3) 1 der Honigverordnung kann man von einem Sortenhonig sprechen, wenn der Honig aus mindestens 60 % aus einer Trachtquelle stammt. Trachtquellen können die BlĂŒtentracht und die Honigtautracht sein. BlĂŒtentrachthonige können z.B. Akazienhonig, LindenblĂŒtenhonig, Kleehonig, Rapshonig, Edelkastanienhonig und Heidehonig sein, um nur die wichtigsten BlĂŒtentrachthonige zu nennen. Zu den Honigtautrachthonigen zĂ€hlen u.a. der Lindenhonig, Edelkastanienhonig, Tannenhonig und der Waldhonig.

Ein Sortenhonig kann entstehen, wenn die Bienen den Honig blĂŒtenstet oder ortsstet sammeln. Honigbienen sammeln den Honig blĂŒtenstet, wenn ein- und dieselbe Pflanzenart (z.B. Raps oder Klee) den Bienen genĂŒgend Sammelgut anbietet. Ortsstet kann eine Biene sammeln, wenn eine Örtlichkeit wie eine Heide oder ein Wald genĂŒgend BlĂŒtentracht oder Honigtautracht bietet.

LindenblĂŒtenhonig

 LindenblĂŒtenhonig darf nicht verwechselt werden mit Lindenhonig, der aus Nektar und Honigtau gewonnen wird. LindenblĂŒtenhonig stammt von den BlĂŒten der Sommer-, Winter- oder Silberlinde, kann jedoch auch einen gewissen Anteil an Honigtau haben. Er hat einen krĂ€ftigen aromatischen Geschmack durch seinen hohen Gehalt an Ă€therischen Ölen und eine hellgelbe bis grĂŒnlichgelbe Farbe. 

Je heller der Honig ist, desto höher ist sein Anteil aus BlĂŒtennektar. Ein höherer Anteil an BlĂŒtennektar lĂ€sst den Honig minzig-frisch und je nach Tracht auch leicht nach Zitrone schmecken. Honigtau, den die BlattlĂ€use auf den BlĂ€ttern aussondern und die Bienen anschließend auf den LindenblĂ€ttern sammeln, sorgt fĂŒr eine dunklere Farbe und lassen ihn nach Malz und Karamell schmecken. Er ist von flĂŒssiger Konsistenz, wird jedoch auch cremig angeboten. LindenblĂŒtenhonig passt gut zu krĂ€ftigen Schwarztees wie Earl Grey oder auch gut verquirlt mit einem Löffel Senf, Öl und etwas Essig zu Salaten.

 Rapshonig

Rapshonig ist der hĂ€ufigste Sortenhonig in Deutschland. FĂŒr Honigbienen ist in Deutschland die RapsblĂŒte eine der wichtigsten Nektarquellen. Rapshonig schmeckt je nach Rapssorte mild-sĂŒĂŸ bis leicht aromatisch und ist deshalb auch bei Kindern sehr beliebt. Die Farbe des Rapshonigs changiert zwischen weiß bis elfenbeinfarben. Er ist von feincremiger Konsistenz. Er kristallisiert wĂ€hrend der Lagerung relativ schnell aus, da er besonders viel Glucose (41%) enthĂ€lt. Bedingt durch diesen hohen Glucose-Anteil liefert er z.B. Sportlern besonders schnell Energie. Da der Rapshonig einen nicht so starken Eigengeschmack hat, eignet er sich besonders gut zum SĂŒĂŸen von Kuchen oder auch Tees, wenn der Eigengeschmack des Tees erhalten bleiben soll.

Rapshonig, den wir im BIOSONA-Onlineshop anbieten, stammt aus Deutschland - siehe auch beim Meisterhonig Rapshonig den Herkunftshinweis unter dem Abschnitt „QualitĂ€t“ auf die „Deutsche Landwirtschaft“. Bei manchen Sorten kann man auch den Hinweis auf „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-LĂ€ndern“ finden. Dieser stammt dann meistens aus osteuropĂ€ischen LĂ€ndern oder China, USA, Kanada oder Australien. In den USA, Kanada und Australien dominieren gentechnisch verĂ€nderte Rapspflanzen.

 Akazienhonig

Der in Deutschland angebotene handelsĂŒbliche Akazienhonig mĂŒsste von dem Ursprung seiner Tracht eigentlich Robinienhonig heißen, da der Honig aus dem Nektar von ScheinakazienblĂŒten (Robinia pseudoacacia) stammt. Die Robinie wird fĂ€lschlicherweise  oft als „Akazie“ bezeichnet, da sie mit ihrer Rindenstruktur, den gefiederten BlĂ€ttern und den großen weißen BlĂŒten manchen Akazien-Arten Ă€hnelt. Sie ist jedoch nicht annĂ€hernd mit der Akazie verwandt. Echte Akazien wachsen hauptsĂ€chlich in tropischen und subtropischen Regionen wie Australien, Afrika und SĂŒdeuropa.

Akazienhonig ist sehr lange flĂŒssig, da er einen hohen Fruchtzuckergehalt und demzufolge einen niedrigen Glucosegehalt hat. Er kandiert mit der Zeit sehr langsam. Neben Fructose und Glucose enthĂ€lt Akazienhonig weitere wichtige Wirkstoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine, aber auch Inhibine und Serotonin. Seine Farbe variiert abhĂ€ngig von der Trachtquelle zwischen hellgelb bis goldgelb. Ins Licht gehalten, schimmert Akazienhonig leicht grĂŒnlich. Dank seines sehr milden, fein-sĂŒĂŸen Geschmacks eignet er sich ausgezeichnet zum SĂŒĂŸen von Tees und Fruchtsalaten oder als Topping fĂŒr Waffeln, Pfannkuchen oder dem tĂ€glichen MĂŒsli.

Heidehonig

Heidehonig stammt  vorwiegend aus dem Nektar der BlĂŒten der Heidekrautarten Besenheide (Calluna vulgaris) und Glockenheide (Gattung Erica), die in Deutschland vorwiegend in den Regionen Norddeutschland (LĂŒneburger Heide), Brandenburg und Sachsen Anhalt vorkommen. Heidehonig wird auch noch in Frankreich und Spanien gewonnen, in denen Besenheide vorkommt.

Die Ernte des Heidehonigs ist relativ aufwĂ€ndig, da der Heidehonig eine zĂ€he, gelartige Konsistenz hat, die es dem Imker nicht erlaubt, den Honig wie bei anderen Honigsorten direkt aus den Waben zu schleudern. Der Imker muss die Waben deshalb erst auf ca. 25°C erwĂ€rmen, macht den Honig durch diesen Prozess vorĂŒbergehend flĂŒssiger, bevor er ihn aus den Waben geschleudert werden kann. Dieser aufwĂ€ndige Prozess, um den Honig zu gewinnen, ist auch die Ursache fĂŒr das höhere Preisniveau des Heidehonigs.

Heidehonig hat ein unverwechselbares intensives herb-wĂŒrziges Aroma mit einer malzigen Note und leuchtet je nach Jahrgang goldgelb, bernsteinfarben bis rotbraun. Seine Konsistenz ist dickflĂŒssig bis geleeartig. Er bleibt lange dickflĂŒssig bedingt durch den hohen Anteil eiweißhaltiger BlĂŒtenpollen.

Mit Heidehonig lĂ€sst sich passend ein krĂ€ftiger Tee sĂŒĂŸen, auch ist er eine harmonische ErgĂ€nzung beim Backen von Lebkuchen.

Tannenhonig

Tannenhonig ist ein flĂŒssiger Honigtauhonig, der von der Rottanne, Weißtanne, diverser Kiefernarten und der LĂ€rche stammt. Der im BIOSONA-Onlineshop angebotene  Meisterhonig Tannenhonig stammt von Weißtannen aus dem Schwarzwald. Honigtau ist die Ausgangssubstanz, die von den Insekten ausgeschieden wird, anschließend von den Bienen eingesammelt und zu Honig weiterverarbeitet wird.

Tannenhonig hat eine tiefdunkelbraune bis grĂŒnlich schwarze Farbe und einen krĂ€ftigend, aromatisch harzwĂŒrzigen Geschmack. Er kristallisiert sehr langsam aus und hat eine zĂ€hflĂŒssige Konsistenz. Aufgrund des niedrigen Glucosegehaltes bleibt er lange flĂŒssig. 

Da er mehr SĂ€ure besitzt als BlĂŒtenhonig, schmeckt er weniger sĂŒĂŸ als FrĂŒhjahrs- und SommerblĂŒtenhonige. Auch enthĂ€lt er mehr Spurenelemente, Mineralstoffe und Ă€therische Öle als BlĂŒtenhonig sowie die Enzyme Glucoseoxidase und Katalase.

FĂŒr das weihnachtlichen Backen gibt der Tannenhonig dem Lebkuchen und den GewĂŒrz- und Honigprinten das sĂŒĂŸ-wĂŒrzige Aroma.

Waldhonig

Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes darf Waldhonig nur unter dieser Bezeichnung verkauft werden, wenn es sich um Honigtauhonig handelt, der vollstÀndig aus WÀldern gewonnen wird.

Waldhonig ist ein gemischter Trachthonig und stammt aus dem Honigtau von Schild- und RindenlĂ€usen. Diese Honigtauerzeuger leben vorwiegend auf den Blattoberseiten von LaubbĂ€umen wie der Eiche, der Linde  und dem Ahorn. Die Erntemenge von Waldhonig hĂ€ngt sehr stark von den Wetterbedingungen ab. Ein Hauptproduzent von Honigtau ist die Rindenlaus. Ein einziger heftiger Regen kann ausreichen, um diese LĂ€use von den BlĂ€ttern zu spĂŒlen. Der Schildlaus hingegen macht auch ein lang anhaltender Regen nicht viel aus.

Meisterhonig Waldhonig wird in cremiger und flĂŒssiger Konsistenz angeboten. Frisch geernteter Honig ist durch seinen hohen Fruchtzuckergehalt flĂŒssig, durch mehrfach tĂ€gliches RĂŒhren wird er feincremig.

Waldhonig ist der krĂ€ftigste unter den am meisten verkauften Honigsorten. Waldhonig ist hell- bis dunkelbraun und hat ein krĂ€ftiges bis leicht herbes-wĂŒrziges, malziges Aroma - je nachdem, von welchem Insekt der Honigtau stammt. 

Der Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen aber auch Ă€therischen Ölen ist bei Waldhonig besonders hoch. 

Der Waldhonig von Meisterhonig stammt aus den Ernteregionen Werra-Meißner Kreis entlang des Kaufunger Waldes, dem SchwĂ€bischen Wald oder dem Schwarzwald. 

Waldhonig eignet sich in der KĂŒche besonders zum Glasieren von Braten, Verfeinern von Marinaden oder als Zutat in der Salatsauce.

Zusammensetzung des Honigs  

Hauptbestandteil von Honig sind mit ca. 80% verschiedene Zuckerarten, gefolgt von Wasser mit ca. 16 – 17%. Der Honigzucker stammt zu einem Teil aus den Rohstoffen, den die Bienen sammeln und zum anderen entsteht Honigzucker durch die von den Bienen abgegebenen Enzyme. Dabei kommen die folgenden Zucker im Honig vor: die Einfachzucker Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker), das Zweifachzucker Saccharose (Rohr-, RĂŒben-, Haushaltszucker) und Maltose und das Dreifachzucker Melezitose. Der Anteil an Glucose und Fructose ist abhĂ€ngig von der Sorte: Honige mit einem höheren Gehalt an Fructose und damit niedrigerem Anteil an Glucose bleiben lĂ€nger flĂŒssig. Alle anderen Komponenten wie Aromastoffe, Mineralstoffe, AminosĂ€uren und Proteine haben einen Anteil von insgesamt 2%. Der SĂ€ureanteil ist bei Honigtauhonig höher als bei BlĂŒtenhonig. Dies ist der Grund, warum Honigtauhonig (z.B. Tannenhonig und Waldhonig) als weniger sĂŒĂŸ empfunden wird als BlĂŒtenhonig (z.B. Raps- und Akazienhonig). Auch sind Honigtauhonige reicher an Mineralstoffen als BlĂŒtenhonige.

 

                                                                                    BlĂŒtenhonig                         Waldhonig

Alle Angaben in g/ 100 g:                                       Durchschnitt                         Durchschnitt

Wasser                                                                              17,2                                       16,3

Zucker, total                                                                       79,7                                       80,5

- davon Einfachzucker

 - Fructose                                                                          38,2                                        31,8

 - Glucose                                                                           31,3                                        26.1

- davon Zweifachzucker                                                          

   - Saccharose                                                                     0,7                                          0,5

   - Andere Zweifachzucker                                                  5,0                                           4,0

     (z.B. Maltose, Turanose,etc.)   

- davon Dreifachzucker

  - Melezitose                                                                     < 0,1                                          4,0

  - Erlose                                                                              0,8                                           1,0

  - andere Dreifachzucker                                                    0,5                                            3,0 

 

Mineralstoffe                                                                        0,2                                           0,9

AminosĂ€uren, Proteine                                                        0,3                                           0,6

SĂ€uren                                                                                  0,5                                          1,1

PH -wert                                                                               3,9                                          5,2 

Quelle: (2)

 

Alle Angaben in mg/100 g:                                      Mineralstoffgehalt von Honig                                 

 

Kalium                                                                               20–150

Natrium                                                                             1,6–17

Calcium                                                                             4–30

Magnesium                                                                        0,7–13

Eisen                                                                                  0,03–4

Zink                                                                                     0,05–2

Mangan                                                                               0,02–1

Chrom                                                                                 0,01–0,03

Kobalt                                                                                 0,00–0,05

Nickel                                                                                 0,03–0,13

Aluminium                                                                           0,3–6

Kupfer                                                                                 0,02–0,6

 

                                                                                     Vitamingehalt von Honig

 

Thiamin (Vitamin B 1)                                                    0,00–0,01

Riboflavin (Vitamin B 2)                                                 0,01–0,02

Pyridoxin (Vitamin B 6)                                                  0,01–0,32

Niacin (frĂŒher Vitamin B3)                                             0,10–0,20

PanthothensĂ€ure  (Vitamin B5)                                      0,02–0,11

AscorbinsĂ€ure (Vitamin C)                                               2,2–2,5 

Phyllochinon (Vitamin K)                                                ca. 0,025

 

Ist Honig gesund?

Honig ist ein beliebter SĂŒĂŸstoff. Aber ist er auch gesĂŒnder als der herkömmliche weiße Haushaltszucker und kann Honig als gesund bezeichnet werden? Dazu einige Fakten:

- Kalorien: Honig hat im Durchschnitt 300 kcal pro 100 Gramm, Zucker hat ca. 390 kcal pro 100 Gramm. Beim SĂŒĂŸen mit Honig lassen sich also einige Kalorien sparen.

- Wassergehalt: Eine Ursache fĂŒr den geringeren Kaloriengehalt des Honigs ist sein Wassergehalt, der bei BlĂŒten- und Honigtauhonige etwa 16% bis 17% betrĂ€gt, bei Heidehonig 23%. 

- Tracht: Der SĂŒĂŸegrad eines Honigs hĂ€ngt sehr stark von der Tracht, der pflanzlichen Quelle des Honigs ab. So ist BlĂŒtenhonig wie z.B. der Raps-, Akazien- oder FrĂŒhjahrsblĂŒtenhonig ĂŒber alle Sorten gesehen sĂŒĂŸer als Honigtauhonig. Dass Honig sĂŒĂŸer als Zucker empfunden wird, liegt besonders am hohen Gehalt an Fructose (Fruchtzucker).

- GlykĂ€mischer Index (GI): Der GlykĂ€mische Index gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel steigt. Je niedriger der GI ist, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an.Der normale Haushaltszucker hat einen GI von 65. Die im Honig hauptsĂ€chlich vorkommenden Zuckerarten sind Fructose (Fruchtzucker, durchschnittlicher Anteil 38%) und Glucose (Traubenzucker, durchschnittlicher Anteil 32%).  Fructose hat einen GI von 25, Glucose einen GI von 100. Demzufolge ist der GI eines Honigs abhĂ€ngig von der Zusammensetzung Fructose und Glucose. So ist das VerhĂ€ltnis Fructose : Glucose bei Waldhonig 1,2:1 und bei Rapshonig 1:1,1.  Jedoch enthĂ€lt Waldhonig auch einen 10%-igen Anteil an Melezitose, einer Zuckerart mit einem besonders hohem GI. Dadurch steigt beim Waldhonig der GI auf ca. 89 und lĂ€sst damit den Blutzuckerspiegel stĂ€rker ansteigen als  Haushaltszucker. Einen geringeren GI als Haushaltszucker haben hingegen der LindenblĂŒtenhonig (erhitzt), Akazienhonig, Heidehonig, Edelkastanienhonig und LindenblĂŒtenhonig. Rapshonig hat mit einem GI von 64,0 einen Ă€hnlich hohen GI wie Haushaltszucker.

- Antibakterielle Wirkung: Honig enthĂ€lt verschiedene keimhemmende Stoffe, die auch als „Inhibine“ bezeichnet werden. Der grĂ¶ĂŸere Teil der antibakteriellen Substanzen wird von den Bienen zugesetzt, wenige stammen vom Nektar oder vom Honigtau. Dazu gehören u.a. Wasserstoffperoxid und Methylglyoxal (MGO). Besonders der Manuka-Honig weist einen hohen Anteil an MGO auf. Jedoch zeigen einige wissenschaftliche Studien, dass auch Honigtauhonige, z.B. der Tannenhonig, und der Buchweizenhonig und der Kastanienhonig höhere MGO-Werte aufweisen. Es ist jedoch zu beachten, dass die antibakterielle Wirkung innerhalb einer Honigsorte stark schwanken kann. Lediglich der Manuka-Honig weist auf jeder Verpackung den jeweiligen MGO-Wert aus.

- Karies: Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung weist daraufhin, dass ein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Konsum von Honig auch zu Karies fĂŒhren kann. Beim direkten Vergleich mit Haushaltszucker schneidet Honig jedoch aufgrund seiner inhibitorischen Wirkstoffe (Glucoseoxidase, und Spuren von Propolis) besser ab.

- Vitamine und Mineralstoffe sind zwar im Honig enthalten, spielen aber mengenmĂ€ĂŸig fĂŒr die ErnĂ€hrung des Menschen praktisch keine Rolle (s. auch den Abschnitt „Zusammensetzung des Honigs“.

- Flavonoide: Honig enthĂ€lt sog. Flavonoide, die zu den sekundĂ€ren Pflanzeninhaltsstoffen zĂ€hlen. Zu möglicherweise gesundheitsfördernden EinflĂŒssen von Flavonoiden sind keine Studien bekannt, die diese Aussage belegen. 1 kg Honig enthĂ€lt zwischen 3 – 20 mg Flavonide. Diese Menge ist jedoch zu gering, um eine wesentliche Bedeutung fĂŒr die ErnĂ€hrung zu spielen.

- Behandlung von Wunden: Mit den Honigsorten, die man im Lebensmittelhandel kaufen kann, dĂŒrfen keine Wunden behandelt werden, da diese Keime und Bakteriensporen enthalten können, die Wunden infizieren können und den gefĂ€hrlichen Wundbotulismus verursachen können. Zur Behandlung von Wunden gibt es in der Apotheke spezielle medizinische Honige, der mit Hilfe von Gammastrahlen sterilisiert wird. Im Gegensatz zur Sterilisation durch Erhitzung werden bei der Behandlung mit Gammastrahlen die Enzyme nicht zerstört, die die Heilwirkung des medizinischen Honigs bewirken.

Fazit: Honig gilt in der Bevölkerung allgemein als gesundes Nahrungsmittel. Leider mangelt es jedoch an wissenschaftlichen Studien, die die Annahme, Honig im allgemeinen sei gesund oder gar gesundheitsfördernd, bestĂ€tigen.

Honig hilft bei ErkÀltung und Husten

Die Nase lĂ€uft, der Hals ist entzĂŒndet und ein zĂ€hflĂŒssiger Schleim in den Bronchien verursacht einen tagelangen Hustenreiz. Was tun? Viele greifen deshalb zu einem alten Hausmittel wie Honig. Die Wirksamkeit von Honig auf Infektionen der oberen Atemwege hat eine Autorengruppe um Hibatullah Abuelgasim von der Oxford Medic al School in einer systematischen Analyse und Meta-Studie von 14 Studien ĂŒber die Wirkung von Honig ĂŒberprĂŒft. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Honig sowohl fĂŒr Erwachsene wie auch fĂŒr Kinder (Ă€lter als 1 Jahr) gegen Symptomen wie Husten und ErkĂ€ltungen vielen anderen, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten ĂŒberlegen ist. Dabei macht es fĂŒr die Wirksamkeit keinen Unterschied, ob der Honig pur, verdĂŒnnt in Wasser oder vermischt mit Milch eingenommen wird. Nach dieser Übersichtsstudie kann Honig die Zeit, die Erkrankte brauchen, um von den ErkĂ€ltungssymptomen zu genesen, um bis zu 2 Tagen verkĂŒrzen.

(Quelle: British Medical Journal, Ausgabe 10/2020)

Honig: Nicht fĂŒr Kinder unter 1 Jahr!

Kindern unter 1 Jahr darf Honig nicht gegeben werden, da diese an SĂ€uglingsbotulismus erkranken können, eine Nahrungsmittelvergiftung, die lebensbedrohlich fĂŒr Kinder unter 1 Jahr sein kann. Es ist eine seltene, aber unter UmstĂ€nden lebensbedrohliche Erkrankung. Die Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können ein muskellĂ€hmendes Gift produzieren, das bei SĂ€uglingen zu LĂ€hmungen der Atem- und Schluckmuskulatur und im schlimmsten Fall zum Tode fĂŒhren kann.

Allergiker aufgepasst: Vorsicht bei der Desensibilisierung mit Honig!

Oft wird kommuniziert, dass sich Pollenallergiker mit Honig desensibilisieren können. Leider gibt es fĂŒr diese Behauptung keinen wissenschaftlichen Beweis. Bei Honig wird die Art und Konzentration von BlĂŒtenpollen nicht analysiert und ausgewiesen. Deshalb wird das Immunsystem des Menschen ĂŒberhaupt nicht reagieren, wenn die Pollenkonzentration des Honigs zu gering ist. Ist die Pollenkonzentration dagegen zu hoch, kann es die Allergie noch verstĂ€rken. Auch variiert die Art der Pollen nach Art der Pflanzen und Regionen. So kann Honig Pollen enthalten, gegen die man nicht allergisch ist.

Wie wird Honig richtig gelagert?

Wenn Honig optimal gelagert wird, kann er mehrere Jahre ohne QualitĂ€tseinbußen gelagert werden. Auf die Haltbarkeit des Honigs wirken sich nachteilig WĂ€rme, Licht und Feuchtigkeit aus. Lichteinfall reduziert die Inhibinwirkung des Honigs, WĂ€rme und Licht schĂ€digen die Enzyme und besonders hitzeempfindlich ist die Invertase. Hauptverantwortlich fĂŒr die Invertase ist die Fructose im Honig, da sie stark hygroskopisch, d.h.feuchtigkeitsanziehend ist. Höhere Feuchtigkeit fördert den GĂ€rungsprozess innerhalb des Honigs. Die Invertase ist ein Enzym, das den Zweifachzucker Saccharose in die Einfachzucker Fructose und Glucose aufspaltet. Sollte flĂŒssiger Honig bereits kandiert sein, sollte man ihn ca. 30 Minuten in lauwarmes Wasser stellen. Auf keinen Fall sollte man ihn ĂŒber  40°C erwĂ€rmen oder gar erhitzen, da Honig sehr wĂ€rmeempfindlich ist. Ist die Temperatur höher, werden die hitzeempfindlichen Enzyme des Honigs zerstört. Erhalten bleiben aber die Mineralstoffe sowie die hitzebestĂ€ndigen Vitamine.

Dies sind die optimalen Lagerbedingungen:

- Temperatur: Bei lĂ€ngerer Lagerung sollte die Lagertemperatur nicht ĂŒber 15°C liegen, da bei dieser Temperatur der Honig seine spezifischen Eigenschaften behĂ€lt. Auch sollte die Temperatur ĂŒber das Jahr möglichst wenig schwanken. Eine Lagertemperatur von ĂŒber 25°C kann zu einer Entmischung des Honigs fĂŒhren und den GĂ€rungsprozeß beschleunigen.

- GefĂ€ĂŸ: Das GefĂ€ĂŸ sollte stets luftdicht verschlossen sein, weil Honig hygroskopisch ist und gerne fremde GerĂŒche annimmt.

- Lagerort: Ideal fĂŒr die lĂ€ngere Lagerung von Honig ist ein dunkler, temperaturstabiler (opt. 15°C) und trockener Kellerraum oder ein Vorratsschrank. Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 60% liegen.

Sollte der Honig kristallisiert sein, können sie ihn Bedenken weiter verzehren. Falls er zu fest geworden sein sollte, hilft ein lauwarmes Wasserbad.

 

Klassische Rezepte mit Honig

Honig-Mandel-Milch

 Zutaten (fĂŒr 2 Personen): 

- 20 Gramm Mandeln

- 400 ml Milch

- 1 Esslöffel Honig (flĂŒssiger Akazienhonig eignet sich am besten)

- 2 Tropfen Bittermandel-Aroma 

Zubereitung:

- Die Mandeln kurz in heißes Wasser tauchen bis die Schale runzelig wird und enthĂ€uten.

- EnthĂ€utete Mandelkurz anrösten und anschließend mit sehr feinem Mahlgrad mahlen.

- Die gemahlenen Mandel, den Honig und das Bittermandel-Aroma gut verquirlen.

Schmeckt warm oder gekĂŒhlt. Guten Appetit!

 

 

 

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